Forscher knacken deutschen Geheimcode
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Ein internationales Forscherteam hat ein verschlüsseltes Dokument eines deutschen Geheimbundes aus dem 18. Jahrhundert geknackt. Der Codex Copiale sei mit der Hilfe eines neuen Computerprogrammes entziffert worden, sagte der US-Wissenschaftler Kevin Knight von der University of Southern California. Das 105-seitige Manuskript enthält eine mysteriöse Mischung aus abstrakten Symbolen sowie Buchstaben des griechischen und lateinischen Alphabets. Knight knackte die insgesamt 75'000 Zeichen des Dokuments gemeinsam mit Kollegen von der Universität im schwedischen Uppsala.
«Wenn man einen neuen Code bekommt, sind die Möglichkeiten beinahe unendlich», sagte Knight. Ausgehend von verschiedenen Hypothesen liessen die Forscher das Computerprogramm mehrere Varianten durchrechnen. Nach einigen erfolglosen Anläufen merkten sie schliesslich, dass die lateinischen Buchstaben nur Platzhalter sind, die den Leser verwirren sollen. Die wahre Botschaft steckt demnach in den abstrakten Symbolen - die wiederum für bestimmte Buchstaben oder Buchstabengruppen stehen.
Die Forscher fanden heraus, dass sich der Geheimbund mit Augenchirurgie und Augenheilkunde befasste. Offenbar seien die Mitglieder des Bundes aber selbst keine Augenärzte gewesen. Das Dokument war nach dem Ende des Kalten Krieges in einem alten DDR-Archiv entdeckt worden und befindet sich heute in Privatbesitz. (miw/AFP)
Erstellt: 27.10.2011, 15:53 Uhr
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