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Kinder leiden an Alpträumen wegen Tamiflu

Neue Studien zeigen: Mehr als die Hälfte aller Kinder, die mit Tamiflu behandelt werden, klagen über Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schlaflosigkeit und Alpträume.

Starke Nebenwirkungen: Gut die Hälfte der Kinder verträgt Tamiflu nicht gut.

Starke Nebenwirkungen: Gut die Hälfte der Kinder verträgt Tamiflu nicht gut.
Bild: Keystone

Das Grippemittel Tamiflu, das als grosse Hoffnung gegen die Schweinegrippe gilt, kann bei Kindern als Nebenwirkungen oft Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall auslösen, wie die britische Zeitung «Telegraph» in ihrer Onlineausgabe berichtet.

Zwei Studien der britischen Health Protection Agency (HPA) haben herausgefunden, dass fast die Hälfte der Kinder nach der Einnahme des Medikaments über Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme bis hin zu Veränderungen im Verhalten klagen. Der Anteil britischer Schüler, die auf Grund von Tamiflu Nebenwirkungen erleiden, sei «hoch», stellen die Forscher fest.

Die Daten stammen von Kindern aus insgesamt vier Schulen, in denen Tamiflu zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie präventiv abgegeben wurde, nachdem einige Schüler am H1N1-Virus erkrankten. Die Studien wurden im April und Mai 2009 durchgeführt.

Ist das Grippemittel von Roche eine Gefahr für Kinder? Zur aktuellen Studie aus England will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine Stellung nehmen.

Die Gesundheitsbehörden in Japan haben hingegen bereits reagiert. Sie raten, Tamiflu nur noch Kindern zu verschreiben, bei denen das Virus einen sehr aggressiven Verlauf nimmt. ()

Erstellt: 31.07.2009, 15:56 Uhr

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