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Schwere allergische Reaktionen nach Schweinegrippe-Impfung

Aktualisiert am 24.11.2009

In Kanada hat der Pharmakonzern GlaxoSmithKline eine Ladung seines Impfstoffs gegen die Schweinegrippe in Kanada zurückgerufen.

Mehr Allergien als sonst ausgelöst: Impfstoff von GlaxoSmithKline.

Mehr Allergien als sonst ausgelöst: Impfstoff von GlaxoSmithKline. (Bild: Keystone)

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Nach der Impfung gegen das Schweinegrippe-Virus ist es bei zahlreichen Patienten in Kanada zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die kanadischen Behörden mussten eine Impfstoff-Charge des Herstellers GlaxoSmithKline zurückrufen.

Es würden Untersuchungen durchgeführt, nachdem es zu einer «ungewöhnlichen» Häufung von allergischen Reaktionen auf die Impfung mit dem Mittel Pandemrix gekommen sei, sagte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag in Genf.

Schweiz nicht betroffen

Die Schweiz ist vom Chargen-Rückruf nicht betroffen, wie Katrin Holenstein vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Anfrage sagte. Pandemrix ist zwar auch in der Schweiz zugelassen. Die zurückgerufene Charge stamme aber aus einer kanadischen Produktion.

In der Schweiz werden unerwünschte Impfstoff-Nebenwirkungen von Swissmedic überwacht. Bisher seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden, weder bei Pandemrix noch bei den beiden anderen Impfstoffen, sagte Mediensprecher Joachim Gross gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Abklärungen bei WHO

Die WHO klärt nun ab, «was in Kanada passiert ist». Die WHO- Empfehlungen zur Impfung gegen das Virus A (H1N1) blieben jedoch unverändert bestehen, sagte der WHO-Sprecher in Genf.

Vergangene Woche hatte die WHO erklärt, dass bei der Untersuchung der bislang weltweit 30 Todesfälle nach Impfungen gegen die Schweinegrippe kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Tod nachgewiesen worden sei. Verglichen mit den bislang mindestens 65 Millionen weltweit verabreichten Impfstoffdosen sei die Zahl der Todesfälle äusserst gering.

Ebenfalls untersuchen will die WHO Meldungen über Fälle von Resistenz gegen das Medikament Tamiflu bei Schweinegrippe-Patienten mit erheblich geschwächtem Immunsystem, wie die Organisation am Dienstag mitteilte. Fünf solcher Fälle wurden aus Grossbritannien gemeldet.

Ansturm in Frankreich

In Frankreich stürmen nach anfänglicher Skepsis die Franzosen jetzt die Zentren zur Impfung gegen die Schweinegrippe. Weil in den vergangenen Tagen viele Zentren überlastet waren und Impfwillige teils stundenlang warteten, will die Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot die Öffnungszeiten ausweiten.

Auch zusätzliches Personal werde für die gut tausend Zentren abgestellt, sagte sie im Sender France Info. Im Laufe der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Franzosen, die pro Tag zur Impfung gingen, versiebenfacht. Allein am Samstag seien 70'000 Menschen geimpft worden.

Vor Beginn der landesweiten Impfkampagne am 12. November hatten in einer Umfrage fast drei Viertel der Franzosen erklärt, sie wollten sich nicht impfen lassen. In den ersten Tagen blieben die Impfzentren praktisch leer. (sam/cpm/sda)

Erstellt: 24.11.2009, 18:57 Uhr

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