UBS hält an Bonus-Summe fest
Aktualisiert am 10.02.2009 105 Kommentare
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UBS fällt ins Minus
Die Aktie der arg gebeutelten Grossbank UBS hat am Morgen nach der Eröffnung deutlich zugelegt. Kurz nach Handelsbeginn notierte sie mit 13,82 Franken um 7,1 Prozent über dem Schlusskurs von gestern.
Danach aber sackte der Titel ab. Und notierte um 10.30 Uhr ein Minus von 2,02 Prozent bei einem Stand von 12,64 Franken.
Die UBS publiziert enttäuschende Zahlen fürs abgelaufene Quartal, allerdings liegen die Daten übers ganze 2008 im Bereich dessen, was erwartet worden war. Bernerzeitung.ch/Newsnet
Im letzten Quartal 2008 erlitt die Grossbank einen Reinverlust von 8,1 Milliarden Franken – im Vorfeld hatten die Experten eher mit 6 bis 7 Milliarden gerechnet. Allerdings spielten hier offenbar Sonderfaktoren eine Rolle: So belastete die Transaktion mit der Nationalbank sowie die Pflichtwandelanleihe beim Bund die Erfolgsrechnung mit 4,2 Milliarden Franken; hinzu kamen aber auch Restrukturierungskosten (737 Millionen Franken) oder – auf der anderen Seite – Veräusserungen wie beispielsweise der Ausstieg aus der Bank of China (227 Millionen Franken). Ohne Sonderfaktoren hätte der Verlust 2,8 Milliarden betragen.
Weniger Giftpapiere für die Nationalbank
Fürs ganze Jahr 2008 ergibt sich ein Reinverlust von 19,7 Milliarden Franken. Das Minus sei «hauptsächlich Verlusten auf Risikopositionen der Investment Bank zuzuschreiben», meldet die UBS. Der Verlust von knapp 20 Milliarden Franken liegt ziemlich genau in der Mitte der Schätzungen, welche die Analysten im Vorfeld publiziert hatten. Im Vorjahr 2007 hatte der Verlust noch 5,2 Milliarden Franken betragen.
Der Kundengeldabfluss konnte im Januar gestoppt werden, netto strömten wieder Gelder hinein in die Bank. Allerdings muss die UBS für den Zeitraum Oktober bis Dezember einen Geldabfluss von 85,8 Milliarden Franken melden.
Wie ferner bekannt wurde, übernimmt die Nationalbank lediglich für 39,1 statt 60 Milliarden Dollar UBS-Papiere. Der Grund dafür liegt in «Änderungen der Buchhaltungsregeln», so die Nationalbank: Damit würde die Übertragung gewisser Aktiven nicht mehr nötig.
Boni wie erwartet
Im Rahmen der Erwartungen liegen auch die Meldungen der UBS zur Entlöhnung: Die Boni – respektive «variablen Lohnbestandteile» – für 2008 erreichen 2,2 Milliarden Franken. Hinzu kommen 1,6 Milliarden Franken an aufgeschobenen Lohnzahlungen.
Die UBS betont, dass sie ihren gesamten Personalaufwand im letzten Jahr um 36 Prozent gesenkt habe. Die variablen Anteile reduzierten sich um insgesamt 80 Prozent. Von den 2,2 Boni-Milliarden seien 994 Millionen vertraglich vereinbart. Dies ergibt zusammen die 1,2 Milliarden, von denen Bundesrat Merz im Vorfeld gesprochen hatte. (rap/sda)
Erstellt: 10.02.2009, 11:04 Uhr
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105 Kommentare
Besserwisser mit hasserfüllten Beiträgen kommen wohl weit zahlreicher vor, als Intelligente Leute. Die sollten ihren Alltagsfrust mal in ihrer eigenen Umgebung auslassen und wenn das Hirn mal wieder frei für objektive Betrachtungen ist dann sachliche Beiträge schreiben. Konstruktive Kritiken sind sicher jederzeit gefragt. Antworten
Einst pflegten vorsichtige Bankiers oder Banquiers in einem gediegenen Salon zumeist in einer Landessprache mit Kunden und Partnern Geschäfte zu besprechen. Heute vernichten in unseren Finanzpalästen verantwortungslose Bankers amerikanischen Zuschnitts wie beim Pokern in einem Saloon Milliarden und rufen dann nach Staatshilfe. Dieser Kulturwandel ist der Schweiz nicht gut bekommen. Antworten
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