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Yahoo feuert Konzernchefin

Aktualisiert am 07.09.2011 3 Kommentare

Knapp drei Jahre haben ihr nicht gereicht, um das Ruder beim Internet-Konzern herumzureissen. Yahoo-Chefin Carol Bartz erhält die Kündigung – per sofort und per Telefon.

«Es war mir ein Vergnügen, mit euch zu arbeiten»: Carole Bartz an einer Konferenz in San Francisco. (16. November 2010)

«Es war mir ein Vergnügen, mit euch zu arbeiten»: Carole Bartz an einer Konferenz in San Francisco. (16. November 2010)

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Der angeschlagene US-Internetkonzern Yahoo (YHOO 15.36 0.07%) hat seine Konzernchefin Carol Bartz mit sofortiger Wirkung gefeuert. Bis zur Ernennung eines neuen Konzernchefs werde der Finanzvorstand Timothy Morse die Führung des Unternehmens übernehmen, teilte die Firma mit Sitz in Sunnyvale im US-Bundesstaat Kalifornien gestern mit.

Es sei auch ein Gremium eingesetzt worden, um eine umfassende Reform des Unternehmens zu erarbeiten. Yahoo kämpft seit Jahren damit, sich gegenüber der Konkurrenz von Google (GOOG 591.53 -2.01%) und Facebook ( 31.91 -3.39%) zu behaupten.

Zu starke Konkurrenz

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats Roy Bostock sprach Bartz seinen Dank für ihre Dienste während «einer kritischen Übergangszeit in der Geschichte des Unternehmens» aus. Bartz hatte Anfang 2009 den Mitgründer von Yahoo, Jerry Yang, an der Spitze des Konzerns abgelöst.

Sie hatte in den folgenden Jahren die Führung ausgetauscht, die Ausgaben drastisch reduziert und das Unternehmen neu ausgerichtet. Kritiker warfen ihr jedoch vor, dass es ihr nicht gelungen sei, gegen die Konkurrenten Google und Facebook Boden gutzumachen.

Per Telefon gefeuert

Die 62-Jährige schickte eine kurze E-Mail an die Angestellten. «Ich bin sehr traurig, euch mitteilen zu müssen, dass mich Yahoo's Verwaltungsratspräsident gerade am Telefon gefeuert hat», zitierte der US-Fernsehsender CNN auf seiner Internetseite aus der E-Mail. «Es war mir ein Vergnügen, mit euch zu arbeiten und ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute.»

Die Anleger reagierten positiv auf die Personalentscheidung. Nach ersten Berichten über Bartz' Entlassung auf der Internetseite allthingsd.com stieg die Yahoo-Aktie um sieben Prozent.

(ami/AFP/dapd)

Erstellt: 07.09.2011, 07:14 Uhr

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3 Kommentare

Anastasia-Margarita Iosseliani

07.09.2011, 09:53 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Per Telefon?!? Das sind aber ganz schlechte Manieren. Antworten


Rene Wetter

07.09.2011, 15:29 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Es hätte noch schlimmer kommen können, die Kündigung kam wenigstens nicht per SMS Antworten



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