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Wie gut der Bund am Ausstieg bei der UBS verdient

Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 20.08.2009

Für 16,50 Franken pro Aktie hat der Bund seine Beteiligung an der Grossbank an Investoren verkauft. Eine detaillierte Rechnung zeigt: Er macht damit ein gutes Geschäft.

Nach acht Monaten ist der Bund nicht mehr beteiligt: UBS-Generalsekretär Luzius Cameron, Bundesrat Hans-Rudolf Merz, UBS-VR-Präsident Kaspar Villiger vor einer Krisensitzung im Mai.

Nach acht Monaten ist der Bund nicht mehr beteiligt: UBS-Generalsekretär Luzius Cameron, Bundesrat Hans-Rudolf Merz, UBS-VR-Präsident Kaspar Villiger vor einer Krisensitzung im Mai.
Bild: Keystone

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UBS-Kurs heute

Die UBS-Titel legten an der Schweizer Börse zeitweise um bis zu 5,3 Prozent auf 17,63 Franken zu - den höchsten Kurs seit vergangenem Mai. Bei Börsenschluss wurden sie mit 17,50 Franken weiterhin 4,54 Prozent höher bewertet als am Vorabend.

Für 16.50 pro Aktie hat der Bund seinen Aktienanteil an der UBS heute verkaufen können. Damit hat er aus seinen 332,2 Millionen Aktien insgesamt 5,48 Milliarden Franken gelöst. Die Aktien erhielt er durch die Ausübung der Pflichtwandelanleihe. Über diese hat er im vergangenen Dezember der UBS 6 Milliarden zukommen lassen.

Zu den nun über die Aktien zum Bund zurückfliessenden 5,48 Milliarden Franken kommen noch 1,8 Milliarden Franken Zinsen (der so genannte «Coupon» der Anleihe), welche die UBS für die ganze Laufzeit der Anleihe von 2,5 Jahren bezahlen muss, wie das von Beginn weg festgelegt war.

Insgesamt löst der Bund damit 7,28 Milliarden Franken. Zieht man davon die 6 Milliarden Franken ab, die der Bund der UBS zur Verfügung gestellt hat, sowie die entsprechenden Kapitalkosten des Bundes, ergibt das einen Gewinn von rund 1,2 Milliarden.

Eine Rendite von 32 Prozent

Auf das eingesetzte Kapital ergibt das eine Rendite von 20 Prozent über die Frist vom 9. Dezember bis jetzt. Auf ein ganzes Jahr berechnet – wie das für Renditen üblich ist, steigt diese sogar auf 32 Prozent. Eine Investition in den Schweizer Aktienmarkt (gemessen am SMI-Index) hätte bloss eine aufs Jahr gerechnete, (sogenannt annualisierte) Rendite von 3,4 Prozent gebracht.

Der hohen jetzt erzielten Rendite steht allerdings auch ein besonders hohes Risiko gegenüber, das der Bund mit dem UBS-Engagement im letzten Dezember eingegangen ist.

Weit grössere Risikosummen bei der SNB

In diesem Risiko steht nach wie vor die Schweizerische Nationalbank SNB, aber mit weit grösseren Beträgen. In einer hauptsächlich von ihr über ein Darlehen finanzierten Zweckgesellschaft - «Stabfund» genannt – hat die UBS ihre «toxischen» Hochrisikopapiere ausgelagert. Ursprünglich sollte die Zweckgesellschaft toxische Papiere im Wert von 60 Milliarden Dollar aufnehmen. Schliesslich lagerte die UBS aber «nur» solche im Wert von 38,7 Milliarden Dollar aus.

Für die Nationalbank sieht das Zwischenresultat schlechter aus als für den Bund. Die Zweckgesellschaft hat laut SNB kumuliert 4,5 Milliarden Verluste geschrieben. Dieser Verlust übersteigt das von der UBS finanzierte Eigenkapital um 628 Millionen Franken. Dank einer weiteren Absicherung für die Nationalbank – in Form von Optionen auf UBS-Aktien – hat die Nationalbank netto noch kein Geld verloren. Für die Zweckgesellschaft gilt im Unterschied zum Verkauf der Staatsbeteiligung an der UBS überdies, dass kaum Geld geflossen ist und die Verluste hauptsächlich auf Einschätzungen zu den Werten der toxischen Papiere beruhen. Der Steuerzahler ist also noch nicht vom Haken. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.08.2009, 23:50 Uhr

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