Wie drei Schweizer Banken angeblich 3000 Namen an Frankreich aushändigten
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Bis heute ist die Nachricht nicht bestätigt: Der französische Budgetminister Eric Woerth sagte Ende August gegenüber der französischen Zeitung «Le Journal du Dimanche», er sei im Besitz einer Liste mit 3000 Namen von Franzosen, die insgesamt drei Milliarden Euro in der Schweiz angelegt hätten. Später präzisierte er, auf der Liste figurierten Kundendaten von insgesamt drei Schweizer Banken – er sagte aber nicht, welche. Bei einem Teil der Bankkonten bestehe der Verdacht auf Steuerflucht.
Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» schreibt nun, die Aussage von Woerth stimme. Die Zeitung beruft sich dabei auf gut informierte Quellen. Den französischen Filialen der drei Schweizer Banken seien Bussen in der Höhe von Hunderten von Millionen Franken angedroht worden, darauf hätten zwei davon im Laufe einer Steuerkontrolle die Kundendaten in Form von «Dateien» und «Überweisungen» an das französische Finanzministerium ausgeliefert.
In Einklang mit französischem Gesetz
Das Vorgehen steht im Einklang mit dem französischen Gesetz. Dieses verpflichtet die Banken, das Datum und die Höhe der Beträge, die in Ausland transferiert wurden, sowie die Identität der Beteiligten auf Anfrage den Behörden mitzuteilen. So sollen also, trotz Bankgeheimnis, Kundendaten von Schweizer Banken offengelegt worden sein. Banken, die die Zusammenarbeit mit den Behörden verweigern, drohen massive Bussen: Diese betragen bis zu 50 Prozent der nicht deklarierten Beträge.
Gerüchteweise wird vermutet, die Credit Suisse sei eine der drei Banken. Das französische Finanzministerium bestätigt das: «Ja, aber es ist nicht nur diese», heisst es laut «Le Temps» auf Anfrage. Bei der CS dementiert man dies heftig. «Credit Suisse hat keine Konten und auch keine Informationen in diesem Zusammenhang ausgehändigt.» (cha)
Erstellt: 09.09.2009, 09:42 Uhr
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