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Weshalb GM die Geduld mit Opel verlieren könnte

Aktualisiert am 09.06.2011 8 Kommentare

Laut Medienberichten steht Opel einmal mehr vor dem Verkauf. Besitzer General Motors ist offenbar erneut über den Autohersteller verärgert. Kaufinteressenten gäbe es indes bereits.

In den vergangenen Monaten hat sich das Geschäft wieder etwas erholt: Opel-Werk in Antwerpen.

In den vergangenen Monaten hat sich das Geschäft wieder etwas erholt: Opel-Werk in Antwerpen.
Bild: Reuters

Erneut gibt es Gerüchte, wonach General Motors die angeschlagene Tochter Opel verkaufen will. (Video: Reuters)

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Der defizitäre Autohersteller Opel ist nach Medienberichten erneut vom Verkauf bedroht. Nach Meldungen von «Auto Bild» und «Spiegel online» erwägt Opel-Eigentümer General Motors ( 22.44 1.81%) (GM) die Trennung von der defizitären deutschen Tochter. Ein Opel-Sprecher erklärte dazu in Rüsselsheim, es handele sich bei den Berichten um Spekulationen, «die wir nicht kommentieren».

Die Firmenleitung wandte sich offenbar mit einem Schreiben an die verunsicherten Mitarbeiter. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sagte, es handele sich um «reine Spekulationen, die von wem auch immer in die Welt gesetzt wurden», um Opel zu schaden. Franz sagte aber auch, der Betriebsrat vermisse «ein klares Dementi von General Motors».

Millionen in Sanierung gesteckt

GM wollte Opel bereits vor zwei Jahren verkaufen und hatte entsprechende Verhandlungen weit vorangetrieben, ehe der Weltkonzern aus Detroit seine Meinung änderte und Millionen in die Sanierung von Opel steckte.

Laut «Auto Bild» mehren sich bei GM aber Zweifel an der Überlebensfähigkeit von Opel. Nach «Spiegel»-Informationen sind GM-Manager davon überzeugt, dass die US-Mutter nicht mehr auf Opel angewiesen sei. Sparsame Motoren und Modelle könne der US-Konzern auch von der Konzerntochter aus Korea beziehen. In den letzten Monaten der hohen Spritpreise waren kleine und sparsame Autos Renner auf dem US-Markt. GM hatte in diesem Zusammenhang den Opel Astra genutzt, um daraus den Chevrolet Cruze zu formen.

Verlustreiches Europageschäft

Dem «Spiegel»-Bericht zufolge sorgt in der GM-Zentrale in Detroit zudem für Verärgerung, dass das Europageschäft weiterhin Verluste einfährt, während alle anderen Regionen profitabel arbeiten. GM hatte Anfang Mai für das erste Quartal im Europageschäft einen Verlust von 400 Millionen US-Dollar (knapp 335 Millionen Franken) gemeldet und damit 600 Millionen Dollar weniger Verlust als im Vorjahresquartal. Das GM-Europageschäft besteht im Wesentlichen aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall. In den letzten Monaten war das Geschäft bei Opel angesprungen, der Hersteller aus Rüsselsheim hatte der Konkurrenz Marktanteile abgenommen. Zuletzt war der Astra Kombi gut von den Kunden angenommen worden.

GM-Europachef Nick Reilly hatte Anfang Mai die Erwartung bestätigt, Opel werde im laufenden Jahr in die Gewinnzone kommen, wenn bei der Berechnung die Sanierungskosten aussen vor blieben. Erst vor wenigen Tagen hatte Opel einen Stellenabbau von insgesamt 1800 Jobs in Bochum unter Dach und Fach gebracht. Echte Gewinne werden für 2012 erwartet.

Nach den Pressemeldungen gelten als Kaufinteressenten chinesische Autohersteller, die auf dem europäischen Markt Fuss fassen wollen. Daneben gelte VW als möglicher Interessent, schreiben «Spiegel» und «Auto Bild». Der Wolfsburger Konzern könne so chinesische Konkurrenten aus dem europäischen Markt fernhalten. (kpn/dapd)

Erstellt: 09.06.2011, 14:23 Uhr

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8 Kommentare

Peter A HENZI

09.06.2011, 13:52 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Nicht schon wieder die Chinesen! Genügt es nicht, dass sie Volvo übernommen haben. Bei deren Massenproduktion wird 100 5 die Qualität UND Sicherheit leiden!! Antworten


Adrian Keller

09.06.2011, 14:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Also Opel war von jeher eine S..... marke. So wüste Autos gibt es selten. GM sollte so schnell wie möglich abstossen, die Opelaner können das nicht (ausser vielleicht dem Opel GT), aber bitte nicht an China, sondern an VW. Antworten



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