Was auf dem Schweizer Biermarkt passiert
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 31.08.2010 22 Kommentare
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Feldschlösschen schliesst Cardinal – und der Impuls dazu kommt aus Kopenhagen. Das Muster ist typisch für den Schweizer Biermarkt: Längst sind es nicht mehr lokale Patrons, die hier das Sagen haben, sondern weltweit agierende Konzerne.
Um die 40 Prozent des in der Schweiz getrunkenen Biers stammen aus dem Hause Carlsberg, ( 63.221 0.10%) das unter anderen Feldschlösschen, Cardinal, Hürlimann, Gurten und Löwenbräu liefert. Zwischen 23 und 28 Prozent steuert Heineken (HEIN 39.325 1.72%) unter anderem mit Calanda, Haldengut und Eichhof bei. Diese Zahlen haben Schweizer Medien berechnet, nachdem Heineken im April 2008 die Luzerner Eichhof gekauft hatte.
Nur jedes zehnte Bier aus einer unabhängigen Brauerei
Gemeinsam kommen die beiden Riesen also auf bis zu 68 Prozent Marktanteil. Der Anteil Importe am in der Schweiz getrunkenen Bier beträgt laut Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung 21 Prozent. Das bedeutet: Nur etwa jedes zehnte Bier stammt noch von einer unabhängigen Schweizer Brauerei.
Die Vielfalt aber ist grösser denn je. 257 Brauerein sind beim Brauereiverband offiziell angemeldet – 180 mehr als noch vor zehn Jahren. «Ein bis zwei neue Anmeldungen pro Woche» gebe es, sagte Stefan Schmidt von der Eidgenössischen Zollverwaltung Anfang August gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Besonders beliebt sind Lokalsorten wie beispielsweise Bäsi-Bräu (Besenbüren), Monstein (Davos), Luzerner Bier, Sonnenbräu (Rheintal), Öufi-Bier (Solothurn), Wädenswiler, Seeland Bräu (Nidau), Erusbacher (Villmergen), Rugenbräu (Interlaken) oder Biera Engiadinaisa (Tschlin). «Es ist an der Zeit, im Restaurant nicht mehr nur ein Behältnis, eine Stange zu bestellen, sondern Biervielfalt nachzufragen», sagte dazu Marcel Kreber, Direktor des Schweizer Brauerei-Verbandes, gegenüber der Agentur. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.08.2010, 16:09 Uhr
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Das Beste aller Lokalbiere ging wohl vergessen: Appenzeller Bier mit den originellen Sorten wie Quöllfrisch, Vollmond und Leermond. Und wie Marcel Kreber mit Recht sagt: es hilft, in der (Stamm-)Beiz konsequent nach lokalen Spezialitäten zu fragen und somit Druck zu erzeugen. Wo Nachfrage besteht, kommt bald auch das Angebot. Und zuhause muss sowieso niemand die gesichtslosen Standardbiere trinken Antworten
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