Valiant verliert mehrere Kaderleute
Von Philippe Müller, Stefan Schnyder. Aktualisiert am 24.01.2012 3 Kommentare
Martin Gafner. (Bild: zvg)
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Auf dem Bankenplatz Bern gibt es derzeit fast nur ein Thema: die Valiant-Bank. Diesmal geht es nicht um umstrittene Optionsprogramme oder fallende Aktienkurse, sondern um mehrere Abgänge von Führungskräften. Vier Direktoren und ein Kundenberater der Abteilung Anlageberatung bei Valiant (VATN 109.6 -1.08%) in Bern haben innerhalb von wenigen Monaten ihre Kündigung eingereicht. Die Valiant-Kaderleute sind dem Lockruf der Bank von Graffenried und der Credit Suisse gefolgt, eine Person hat sich selbstständig gemacht. Das Private Banking betreut Kunden mit einem Vermögen ab 250'000 Franken. In Bern sind zwölf Personen in diesem Bereich beschäftigt. Für diesen kleinen Bereich wiegen diese Abgänge schwer.
Führungsstil in der Kritik
Die verschiedenen Quellenaussagen decken sich in Bezug auf die Kündigungsgründe. So soll der Führungsstil des für das Private Banking zuständigen Geschäftsleitungsmitglieds Martin Gafner der Hauptgrund gewesen sein. Dessen Managementstil wird auf dem Bankenplatz Bern als autoritär und bisweilen hart beschrieben. Gafner war zwar nicht der direkte Vorgesetzte der Abgetretenen. Aber er war dennoch in ihrer täglichen Arbeit stark präsent.
Gafner sitzt bei der Valiant seit 2009 in der Geschäftsleitung, zuvor war er Inhaber der Vermögensverwaltungsfirma Investas. In der ersten Phase nach seinem Wechsel zur Valiant-Gruppe war er Chef der Valiant-Privatbank. Seit der Reorganisation der Gruppe vom vergangenen Herbst ist er nun Leiter des Bereichs Kunden und Märkte.
So sieht es Valiant
Die Valiant-Bank bestätigt die fünf Abgänge auf Anfrage. Sprecherin Valérie Bodenmüller dementiert jedoch, dass der Führungsstil von Martin Gafner der Grund für die Abgänge sei. «Martin Gafner hat den vom Verwaltungsrat erteilten Auftrag, die Valiant-Privatbank zu repositionieren, erfolgreich erfüllt. Zu einer solchen Aufgabe gehören immer auch personelle Fragen. Zu einzelnen Mitarbeitenden äussert sich die Bank grundsätzlich nicht», fügt sie an.
Martin Gafner übernimmt «die volle Verantwortung» für die Abgänge, wie er erklärt. Er sieht folgenden Hauptgrund dafür: «Das Private Banking ist ein hart umkämpfter Markt. Unsere Mitarbeiter erhalten immer wieder attraktive Angebote von anderen Banken. Das zeigt, dass wir über hoch qualifizierte Leute verfügen.» Weiter betont er, dass das Einvernehmen mit den Bankern, die die Valiant-Bank verlassen haben, seitens von Valiant bestens sei. Bis auf eine Vakanz seien mittlerweile die frei gewordenen Stellen wieder besetzt worden. (Berner Zeitung)
Erstellt: 24.01.2012, 06:43 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
3 Kommentare
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!


Bitte warten

