Valiant erzielt mehr Gewinn, senkt aber Gewinnziel für 2017

Bei der Berner Valiant Bank scheint sich der von Verwaltungsratspräsident Jürg Bucher und Bankchef Markus Gygax eingeschlagene Kurs auszuzahlen. Allerdings leidet auch Valiant unter den tiefen Zinsen.

Der Konzerngewinn der Valiant stieg letztes Jahr um 21,0 Prozent und erreichte 114,4 Millionen Franken.

Der Konzerngewinn der Valiant stieg letztes Jahr um 21,0 Prozent und erreichte 114,4 Millionen Franken. Bild: Beat Mathys

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Wie die am Mittwochmorgen vorgelegten Zahlen der Valiant Bank für das Jahr 2015 zeigen, nimmt deren Ertragskraft zu. Der Konzerngewinn stieg um 21,0 Prozent und erreichte 114,4 Millionen Franken. Das Zinsergebnis erhöhte sich um 8,1 Prozent auf 287,8 Millionen Franken. Die operative Zinsmarge verbesserte sich um vier Basispunkte auf 1,08 Prozent.

«Valiant hat bewiesen, dass sie mit ihrem Geschäftsmodell erfolgreich ist, auch in schwierigen Zeiten. Obwohl sich die Zinssituation weiter verschlechtert hat, konnten wir die Trendwende aus dem Vorjahr bestätigen», sagt Bankchef Markus Gygax.

Gewinnziel nach unten korrigiert

Das Tiefzinsumfeld hat aber für die Bank Folgen: Verwaltungsratspräsident Jürg Bucher hatte im Jahr 2013 ein Gewinnziel von 150 Millionen Franken für das Geschäftsjahr 2017 formuliert. Jetzt hat der Verwaltungsrat dieses Ziel um 20 bis 30 Millionen Franken nach unten korrigiert. Die Bank begründet dies damit, dass sich mit den Negativzinsen das Marktumfeld verschlechtert habe.

Die Kundenvertrauen in die Bank nimmt offenbar wieder zu: Die Kundengelder haben im vergangenen Jahr um 189 Millionen Franken zugenommen, was einem Anstieg um 1,1 Prozent entspricht. Auf der anderen Seite vergab die Bank zusätzliche Hypothekarkredite im Umfang von 394 Millionen Franken. Die Zunahme beträgt hier 2,0 Prozent. Das Hypothekarvolumen beläuft sich damit auf 20,4 Milliarden Franken.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividendenerhöhung um 40 Rappen auf 3.60 Franken pro Aktie.

Ein Wechsel im Verwaltungsrat

Im Verwaltungsrat kommt es zu einem Wechsel. Franz Zeder, seit 2002 Mitglied des Gremiums, wird sein Mandat abgeben. Damit scheidet das letzte Mitglied aus dem Aufsichtsgremium aus, das die umstrittenen Optionsprogramme für die Bankspitze mitgetragen hat. Diese wurde Ende des vergangenen Jahrzehnts fällig.

Als Nachfolger ist Othmar Stöckli nominiert. Der 47-jährige Zentralschweizer war während neunzehn Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen bei der UBS und der Zuger Kantonalbank tätig. Heute ist er in mehreren Verwaltungs- und Stiftungsräten engagiert. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 17.02.2016, 08:35 Uhr)

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