«Unsere Reputation ist nach wie vor beschädigt»
Aktualisiert am 08.09.2009 29 Kommentare
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In einer internen Mitteilung verwies der Konzernchef am Dienstag aber auf die nach wie vor angeschlagene Reputation und rief die Mitarbeiter zu intensivem Einsatz vor allem bei der Kundenbetreuung auf.
Grübel erwähnte in dem der AP vorliegenden Memo den Vergleich in der US-Steueraffäre, den Ausstieg des Bundes aus der UBS-Beteiligung, den ersten operativen Quartalsgewinn seit zwei Jahren sowie die Initiativen des Turnaround-Programms der Bank. Die Umsetzung sei nach Plan erfolgt. «Aber denken wir daran, dass keiner dieser Schritte uns über Nacht von allen Herausforderungen befreit oder rascher nach vorne gebracht hat», mahnte der UBS-Chef und forderte: «Wir müssen uns nachhaltig verändern.»
Schlüssel zum Erfolg liegt bei den Mitarbeitern
«Gerade jetzt, wo wir einige unserer grössten Probleme hinter uns haben, müssen wir uns umso mehr intensiv um unsere Kunden kümmern», fordert Grübel und fügt hinzu: «Denn eines muss uns klar sein: Unsere Resultate haben sich zwar verbessert, man anerkennt gewisse Fortschritte, aber unsere Reputation ist nach wie vor beschädigt.» Vor allem die Situation mit den USA hinterlasse bei den Kunden einen bitteren Nachgeschmack. Jetzt liege es an der UBS zu zeigen, dass sie eine vertrauenswürdige Bank mit vertrauenswürdigen Mitarbeitenden sei. «Es gibt nichts Wichtigeres, und ich zähle auf das aktive Engagement von Ihnen allen, damit wir das Vertrauen Stück um Stück zurückgewinnen können», schrieb Grübel.
Stellenabbau abgeschlossen
Er kündigte zudem die Schaffung einer «UBS Business University» an, die dafür sorgen soll, dass die Grossbank auf allen Stufen über die fähigsten Leute verfügt. Bei der Rückgewinnung des Vertrauens will Grübel nicht auf Werbekampagnen, öffentliche Versprechungen und aggressive Medienarbeit setzen. «Unsere Kunden haben genug Schlagzeilen über uns gelesen», erinnerte er das Personal, und weiter: «Wenn wir die Öffentlichkeit überzeugen wollen, müssen wir in erster Linie einen anhaltenden Tatbeweis erbringen. Das braucht Zeit.»
Der Stellenabbau bei der UBS ist laut Grübel fast abgeschlossen. Die meisten Mitarbeiter der Grossbank seien über ihr Schicksal informiert, teilte Grübel mit. Die UBS will den Mitarbeiterbestand bis 2010 weltweit um rund 10'000 Stellen auf 67'500 reduzieren. In der Schweiz sind nach UBS-Angaben bis zu 2500 Stellen betroffen. (mbr/ap)
Erstellt: 08.09.2009, 14:43 Uhr
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29 Kommentare
@J.Meier: Was auch immer Sie mit dieser Aussage wirklich aussagen wollen (wenn dies überhaupt jemand versteht). Schadenfreude hat noch nie jemandem wirliche Freude bereitet. Ich denke es ist gut und an der Zeit, dass die Schlagzeilen langsam wieder mit positiveren Nachrichten gefüllt werden. Da bringen solch konstruktive Beiträge nun wirklich nicht viel! Antworten
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