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Unfreiwilliger Auftritt der Berner Kantonalbank in US-Wahlspot

Von Jon Mettler. Aktualisiert am 31.01.2012 3 Kommentare

Die Berner Kantonalbank (BEKB) kommt in den USA im Vorwahlkampf der Republikaner zu einem unfreiwilligen Auftritt in einem Wahlkampf-Spot. Darin greift Newt Gingrich seinen ärgsten Widersacher Mitt Romney an.

Der reisserische Einblender im Wahlkampf-Spot von Newt Gingrich. Klar erkennbar ist das Logo der BEKB.

Der reisserische Einblender im Wahlkampf-Spot von Newt Gingrich. Klar erkennbar ist das Logo der BEKB.
Bild: Screenshot

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Wahlkampf-Spot von Newt Gingrich

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Im neusten Wahlkampf-Spot von Newt Gingrich geht es eigentlich gar nicht um die Schweizer Banken, sondern und die bundesstaatliche Krankenversicherung Medicare. Unter dem Titel «Blood Money» (Blutgeld) wirft Gingrich im Clip Mitt Romney vor, indirekt an einem Krankenversicherungsbetrug beteiligt gewesen zu sein.

Um die republikanischen Wähler anzuheizen, listet der einminütige Spot in den ersten 14 Sekunden noch einmal die angeblichen Fehlleistungen von Romney auf. Eine davon ist sein Eingeständnis, bei der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) ein Schweizer Bankkonto unterhalten zu haben.

Nur: Der Einblender mit dem Zusatz «The Swiss Bank» (die Schweizer Bank) zeigt gar nicht das Logo der UBS, sondern – eine Filiale der Berner Kantonalbank. (BEKN 252 -0.59%)

BEKB: «Das entbehrt jeglicher Grundlage»

BEKB-Sprecher Hanspeter Merz zeigte sich auf Anfrage «sehr überrascht» über den Wahlkampf-Spot: «Das entbehrt jeglicher Grundlage.» Merz: «Die BEKB unterhält keine Geschäftsbeziehungen zu politisch exponierten Personen.»

Newt Gingrich und Mitt Romney sind die aussichtsreichsten Kandidaten der Republikaner, um den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama bei den kommenden Präsidentschaftswahlen herauszufordern. Die Mitglieder der republikanischen Partei wählen derzeit in einem Vorwahlkampf ihren Präsidentschaftskandidaten. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.01.2012, 11:32 Uhr

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3 Kommentare

Werner E. Roth

31.01.2012, 13:34 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Was machen US Banken oder Firmen in einer gleichen Situation? Sie verklagen die Personen oder Institutionen die widerrechtlich und geschäftsschädigend solche Aufnahmen veröffentlichen. Was machen schweizerinsitute in einem gleichen Fall? Sie schweigen und wundern sich ob der Frechheit von widerrechtlicher Verwendung solcher Logos. das ist der Unterschied. Antworten


Markus Berner

31.01.2012, 11:54 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Was heisst schon "keine Geschäftsbedziehungen zu politisch exponierten Personen"? Und andere US-Personen? Der Aktienkurs der BEKB ist jedenfalls zu verfolgen. Offenbar bieten die Kantonalbanken eine potenzielle Angriffsfläche für US. Die Staatsgarantie BEKB läuft erst Ende 2012 ab und vorher ausgegebene
Anleihen bleiben bis zu deren Endfälligkeit bestehen. Kommen Steuerzahler wieder an die Kasse?
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