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«Übelste Firma»: Roche für Schmähpreis nominiert

Aktualisiert am 26.01.2010 9 Kommentare

Farner PR, Roche sowie das Internationale Olympische Komitee sind Top-Anwärter für den diesjährigen «Public Eye Award». Der Schmähpreis wird während des Weltwirtschaftsforums (WEF) vergeben.

Nicht sehr begehrt: Der «Public Eye Award» wird am 27. Januar 2010 um 14 Uhr verliehen.

Nicht sehr begehrt: Der «Public Eye Award» wird am 27. Januar 2010 um 14 Uhr verliehen.

Umfrage

Wer hat den Schmähpreis 2009 in der Kategorie Swiss Award verdient?

Roche

 
22.4%

Farner PR

 
37.1%

Das Internationale Olympische Komitee

 
40.6%

774 Stimmen


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Die Agentur Farner PR habe während des Abstimmungskampfes um die Initiative gegen Kriegsmaterialexporte «Spitzeldienste für die Rüstungsindustrie» geleistet, teilen die Public-Eye-Organisatoren Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz mit.

Farner PR ist zusammen mit dem Pharmakonzern Roche und dem IOC für den «Swiss Award» nominiert. Roche wird für zwei in China durchgeführte Transplantationsstudien kritisiert, dem IOC droht die Auszeichnung, weil es im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Vancouver (Kanada) die Landfrage nicht geklärt haben soll.

Umweltzerstörung, Vertreibungen, Zwangsumsiedlungen

Für den «Global Award» sind ebenfalls drei Unternehmen in den Fokus von EvB und Greenpeace geraten: Erstens der Stahlkonzern «Arcelor Mittal», der keine Verantwortung übernehme «für die Verschmutzung einer aufgekauften Stahlfabrik» in Südafrika.

Der französische Energieversorger GDF Suez wird wegen seiner finanziellen Beteiligung beim Bau eines Elektrizitätswerks am brasilianischen Madeira-Fluss angeprangert. Damit verbunden seien Umweltzerstörung, Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen. Die Royal Bank of Canada (RBC) schliesslich wird wegen ihrer «unverantwortlichen» Kreditvergabe-Praxis kritisiert.

Die «übelste Firma» der Kategorien «Swiss Award» und «Global Award» erhält den «People's Award». Der «Gewinner» wird in einer Internetwahl bestimmt. Die Abstimmung dauert noch bis am 26. Januar.

Zudem wird am WEF-kritischen Anlass erstmals ein «Greenwash Award» verliehen, bei dem es um die «unglaubwürdigsten Sozial- und Öko-Label» geht. Nominiert sind gemäss Mitteilung der vom WWF mitinitiierte «Runde Tisch für verantwortliches Soja», die «Gesundheitsförderung Schweiz» sowie das «Uno-Wassermandat».

Nobelpreisträger Stiglitz als Hauptredner

Die Preisverleihung der Public Eye Awards findet am 27. Januar in Davos statt. Hauptredner ist der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz. Einen Vortrag hält auch der grüne Politiker und ehemalige deutsche Umweltminister Jürgen Trittin.

Moderiert wird der WEF-kritische Anlass von der deutschen Schauspielerin Julia Jentsch. Für Unterhaltung sollen der Schauspieler und Musiker Carlos Léal, der Rapper Greis sowie der Satiriker Patrick Frey sorgen. (bru/sda)

Erstellt: 26.01.2010, 12:39 Uhr

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9 Kommentare

Roland Studer

14.01.2010, 12:13 Uhr
Melden

Für den Public Eye Award kann man übrigens hier abstimmen: http://www.publiceye.ch/de/vote/ Antworten


Walter Mehler

14.01.2010, 12:28 Uhr
Melden

Die ganze Kampagne gegen das Waffenexportverbot ist eine Schande, noch mehr natürlich das Abstimmungsresultat. Die Schweiz ist nun ein Land der Feiglinge, es hat sich international unglaubwürdig und lächerlich gemacht und zieht mit diesem Entscheid seine humanitären Verdienste in den Dreck. Die Alten und Konservativen haben ein moralisches desaster verursacht, die Jungen müssen es später ausbaden. Antworten



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