Kurer-Nachfolge: Couchepin kontaktiert Ackermann
Aktualisiert am 01.03.2009 87 Kommentare
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Wie es in einem Artikel der Zeitung «Sonntag» heisst, habe Bundesrat Pascal Couchepin Kontakt zum Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hergestellt. Angeblich soll dieser Bereitschaft signalisiert haben, die Leitung der grössten nationalen Bank zu übernehmen. Voraussetzung: Ackermann legt mit der Deutschen Bank ein gutes erstes Quartalsergebnis 2009 hin. Der Schweizer Banker sei der Favorit von Doris Leuthard und Pascal Couchepin.
Jetzt brauche es noch den Anruf von Finanzminister Hans-Rudolf Merz. Doch der ruft nicht an, mutmasst das Blatt. Merz wolle zwar auch einen Ersatz für Peter Kurer, aber eben nicht Ackermann.
Auch Oswald Grübel lehne Ackermann ab. Grübel wolle bei der UBS niemanden über oder neben sich, der ihm in Sachen Fachkenntnis das Wasser reichen könne, schreibt der «Sonntag». Politiker versuchen nun Grübel davon zu überzeugen, eine starke Persönlichkeit neben sich zu dulden.
Wie schnell geht es?
Unter Berufung auf «Vertraute» schreibt das Blatt weiter, Grübel könne sich sogar vorstellen, dass Kurer noch ein Jahr bleibt. Doch die Regelung der Kurer-Nachfolge stecke bereits in der heissen Phase. Die Diskussionen gingen dieses Wochenende voran. Das wüssten «Eingeweihte», so der «Sonntag» weiter.
Neben der Mangement-Diskussion geht auf die Debatte um die Grösse der Bank weiter. Je nach Marktentwicklung habe die UBS in zwei Jahren nur noch 50'000 Mitarbeiter, sagte Oswald Grübel in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». Das wären 25’000 weniger als heute.
Weiterer Job-Abbau?
Laut Informationen des «Sonntag», gibt es UBS-intern bereits Pläne für einen Abbau von 8000 Stellen. Und dies nicht nur beim Investmentbanking, sondern auch in der Vermögensverwaltung an der Zürcher Bärengasse. (cpm)
Erstellt: 01.03.2009, 09:49 Uhr
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87 Kommentare
Wenn dem so ist, ein weiterer Beweis für den grenzenlosen, realitätsfremden Grössenwahn, welchem BR Couchepin verfallen ist. Einer, der nicht einmal sein Departement (z.B.Krankenwesen) im Griff hat, masst sich an, Headhunter für die grösste Schweizer Bank zu spielen. Eine Lachnummer mehr vom Walliser Ottiphanten. Antworten
So ist es ein Irrtum anzunehmen, die Politik halte sich aus der Wirtschaft raus. Die Intervention von Bundesräten bei Führungsfiguren dieses Kalibers wird im Volksmund wohl «Mauscheln» genannt. Andererseits bestet ein Interesse der Exponenten. Die Bank muss die Propagandakassen der Partei wieder alimentieren und hat deren Verwalter haben schon immer bestimmt, wer auf eine Nationalratsliste darf. Antworten
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