UBS-Konten in Mailand blockiert

Von René Lenzin. Aktualisiert am 28.04.2009 1 Kommentar

Weil vier Banken die Stadt Mailand um rund 100 Millionen Euro betrogen haben sollen, hat die italienische Finanzpolizei Konten mit insgesamt 476 Millionen Euro gesperrt.

Auf Geheiss der Mailänder Staatsanwaltschaft hat die italienische Finanzpolizei Konten im Umfang von rund 476 Millionen Euro bei vier Banken vorsorglich blockiert. Betroffen sind die Niederlassungen der US-amerikanischen JP Morgan, der deutschen Depfa Bank, der Deutschen Bank sowie der UBS, wie italienische Medien gestern berichteten.

Mailand beklagt Verluste

Die Banken sollen die Stadt bei Neuverhandlungen über deren Schulden um rund 100 Millionen Euro betrogen haben, lautet der Vorwurf. Konkret geht es um strukturierte Produkte, sogenannte Derivate, zur Absicherung der Zinsrisiken. Diese Derivatsaffäre sorgt in Italien seit längerem für Schlagzeilen, weil Mailand ziemlich viel Geld verloren hat. Doch diese Abschreiber sind für den Richter, der die Blockierung der Konten bewilligte, nicht entscheidend. Die Verträge aus den Jahren 2005 und 2007 verstiessen gegen italienisches Recht, weil sie die Banken gegenüber den Gemeinden von Vornherein und unabhängig von allfälligen Verlusten bevorteilt hätten, macht er geltend.

Halte diese Argumentation vor den höheren Justizinstanzen stand, werde es in Italien zu weiteren präventiven Beschlagnahmungen kommen, spekulierte der Mailänder «Corriere della Sera». Insgesamt ermitteln die Mailänder Behörden gegen 14 Personen: gegen zwölf Manager der vier Banken und zwei ehemalige Angestellte der Stadt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.04.2009, 22:20 Uhr

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1 Kommentar

James Obrist

29.04.2009, 08:18 Uhr
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Ausgerechnet die italienische Finanzpolizei ermittelt welche sämtliche "Finanzverfahren" gegen Berlusconi eigestellt hat. Es lebe die Bananenrepuplik ! Antworten



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