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UBS-Deal: Welchen Preis muss die Schweiz zahlen?

Aktualisiert am 13.08.2009

Die ausländische Presse hält sich mit Kommentaren zum UBS-Deal zurück: Noch sei unklar, wie die Details aussehen. Zwischen den Zeilen beziehen die Blätter jedoch Stellung.

Weder erfreut, noch traurig: Auslandspresse über UBS-Deal.

Weder erfreut, noch traurig: Auslandspresse über UBS-Deal.
Bild: Screenshot «New York Times»

Die Einigung zwischen der Schweiz und den USA hat in der ausländischen Presse keine Wellen geworfen, die meisten Blätter haben den Deal bloss vermeldet. Dennoch wird ihre Haltung mehr oder weniger klar. Die US-Zeitung «Washington Post» schreibt, dass die Schweiz versucht habe das Bankgeheimnis – dem das Land einen grossen Teil seines Reichtums verdanke – zu retten. Das Blatt geht davon aus, dass der Deal das Bankgeheimnis mindestens aufgeweicht habe.

Obwohl noch keine Details bekannt gegeben wurden, will das «Wall Street Journal» wissen, dass amerikanische UBS-Kunden gemäss der Vereinbarung Schweizer Gerichte anrufen können, bevor ihre Kontodaten in die USA ausgeliefert werden.

Geheime Quellen

Auch die «New York Times» hat eine geheime Quelle: Angeblich sollen Daten von Offshore-Kunden, die ihre Identität vor den Behörden verschleiert haben, der US-Steuerbehörde überstellt werden können. Die Zeitung glaubt, dass die UBS damit noch nicht aus dem Schneider ist. Sie beruft sich auf einen Anwalt in Miami. Dieser nimmt an, dass amerikanische Kunden die UBS nun anklagen könnten – wegen Missachtung des Bankgeheimnisses. Auch die französische «Le Monde» beruft sich auf einen Juristen. Im Pariser Blatt spekuliert dieser, dass sich in der Schweiz wegen der Auslieferung der Bankdaten nun eine neue juristische Front gegen die UBS ergeben könnte.

Mit der Einigung ende der Angriff auf das Bankgeheimnis, schreibt die «Financial Times». Obwohl noch keine Details bekannt sind, ist für die britische Zeitung klar: «Der Fall hat signifikante Auswirkungen auf das zukünftige Vertrauen der Kunden». (cha)

Erstellt: 13.08.2009, 10:22 Uhr

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