UBS-Banker wurde der Kantonalbank zu heiss
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Die Basler Kantonalbank (BKB) zieht Konsequenzen aus der Anklage gegen einen ehemaligen UBS-Banker in den USA. Die Kantonalbank beende aufgrund der von den US-Behörden vorgebrachten Vorwürfen ihre Vereinbarung mit der Vermögensverwaltungsfirma des Angeklagten.
Der zuständige bankinterne Mitarbeiter sei beurlaubt worden, um die von den US-Behörden erhobenen Vorwürfe einer vertieften Abklärung unterziehen zu können, sagte die BKB der Finanznachrichtenagentur awp. Gemäss der Medienmitteilung der US-Behörden, hatte der angeklagte ehemalige UBS-Banker US-Kunden geholfen, «geheime Bankkonten» bei der BKB zu eröffnen und zu unterhalten. Dabei sei er von einem Privatbankier der Kantonalbank unterstützt worden.
Aus Angst schickte er einen Kollegen nach Miami
Der Beschuldigte soll laut der Mitteilung einem Kunden noch im November 2010 davon abgeraten haben, seine unversteuerten Vermögen den US-Behörden offenzulegen. Dabei habe er aus Furcht vor einer Verhaftung einen Geschäftskollegen nach Miami geschickt.
Der Geschäftskollege des Angeklagten habe dem Kunden erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung des Schweizer Bankkontos fast null Prozent betrage. Er habe zudem angeboten, gefälschte Dokumente zu beschaffen, um die Vermögen wie ein Bankdarlehen aussehen zu lassen.
Geschäftspartner in den USA verhaftet
Der Geschäftspartner des Beschuldigten war in den USA verhaftet worden und hatte sich Ende Dezember 2010 laut den Behörden der «Verschwörung zum Betrug gegen die Vereinigten Staaten» schuldig bekannt. Sein Gerichtstermin in Florida ist auf Mitte November 2011 angesetzt.
Der Angeklagte hatte laut der Agentur Reuters bis 2003 das Geschäft mit vermögenden Kunden in Nordamerika bei der Grossbank UBS geleitet. Er besitzt eine Vermögensverwaltungsfirma in Zürich. (miw/sda)
Erstellt: 03.08.2011, 22:25 Uhr
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