Swisscom geht Kooperation mit Service-Plattform Mila ein

Wer Probleme mit Handy, Internet oder TV hat, muss nicht mehr teure Spezialisten rufen. Ab Mittwoch bieten technisch Versierte ihre Dienste günstig auf «Swisscom Nachbarschaftshilfe» an.

Netzwerke einrichten, Computerprobleme beheben und dergleichen ist nicht jedermanns Sache. Dafür soll die neue Plattform Mila helfen.

Netzwerke einrichten, Computerprobleme beheben und dergleichen ist nicht jedermanns Sache. Dafür soll die neue Plattform Mila helfen. Bild: Andreas Blatter

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Ein drahtloses Netzwerk einrichten oder die iCloud auf dem Smartphone installieren – viele können das nicht selbst. Und ärgern sich dann über hohe Rechnungen von Profis für diese Mini-Aufträge.

Ab Mittwoch finden die technisch weniger Geschickten günstiger Hilfe in Sachen Handy, Internet, Computer und TV. Möglich macht es die neue Kooperation zwischen Swisscom und Mila, einem neuen Onlineanbieter von Dienstleistungen. Auf «Swisscom Nachbarschaftshilfe», einer Art Unterportal, können Hilfesuchende in ihrer nächsten Umgebung jemanden finden, der das technische Problem behebt, und gleich buchen.

Anfang 2014 folgt Bern

Mit der neuen Kooperation erprobt sich die Swisscom im Bereich Share Economy und erweitert ihren Kundendienst. «Dank der Partnerschaft mit Mila können wir unseren Kunden einen zusätzlichen Support-Kanal für kleinere technische Probleme bieten, für deren Lösung keine hochtechnischen Fähigkeiten nötig sind», so Marc Werner, Leiter Geschäftsbereich Privatkunden bei der Swisscom.

Die Techniker akquiriert das Telekomunternehmen, während das Startup Mila die Plattform stellt. Gestartet wird der neue Service in Zürich. Anfang 2014 sollen Bern und weitere Städte folgen. «Ziel ist ein flächendeckendes Serviceangebot in der ganzen Schweiz», sagt Mila-Chef Manuel Grenacher.

Keine Konkurrenz für Handwerker

Was die Technikerinnen und Techniker, die ihre Dienste auf «Swisscom Nachbarschaftshilfe» anbieten, verlangen, geben sie meist in Form von Pauschalpreisen an. So wird die Installation von Swisscom-TV etwa um die 50 Franken kosten. Mila gibt jedoch nur Richtlinien vor, entscheiden kann jeder Serviceanbieter selbst, wie viel seine Zeit und sein Können wert sind. Von jedem abgeschlossenen Geschäft gehen acht Prozent an Mila.

Angst, dass die neue Service-Plattform etablierte Handwerker verärgern könnte, hat Manuel Grenacher nicht. «Die meisten Elektriker und Techniker haben mit grösseren Aufträgen so viel zu tun, dass sie gar keine Zeit haben, um kleinere Handy- oder Internetprobleme zu beheben», so der 32-jährige Mila-Chef. (Berner Zeitung)

Erstellt: 27.11.2013, 10:13 Uhr

Mila-Chef Manuel Grenacher (Bild: zvg)

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