Swiss bleibt Goldesel der Lufthansa
Aktualisiert am 28.07.2011 32 Kommentare
Swiss baut Flugplan aus
Ab Februar 2012 fliegt die Swiss einmal täglich von Zürich aus Peking an. Sie ändert zudem den Flugplan in die USA und bietet vom Flughafen Genf aus mehr Flüge an.
Die Fluggesellschaft sei regelrecht nach Peking «getragen» worden, sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister am Donnerstag an einer Medienkonferenz am Flughafen Zürich: Schweizer Unternehmen aus der Finanz- und der Chemiebranche reisten immer häufiger nach China. Zudem kommen gemäss Hohmeister immer mehr chinesische Touristen in die Schweiz.
Geld in die Kassen spülen soll aber nicht nur das Geschäft mit den Passagieren, sondern auch der Frachtertrag. Die Exporte und Importe aus und nach China seien stark gestiegen, weshalb sich die Swiss von der neuen Destination viel verspreche. Peking ist neben Shanghai und Hongkong die dritte Stadt in China, welche die Fluggesellschaft bedient.
Änderungen gibt es auch im Flugplan in die USA. So wird statt wie bisher ein kleiner Business-Jet neu ein Airbus den Flughafen von Newark ansteuern. Von Genf aus fliegt die Swiss ab nächstem Februar zudem zwei Mal täglich und ab Sommerflugplan dann drei Mal täglich nach Nizza. Weiter gibt es eine zusätzliche Verbindung nach Madrid, Moskau und London. Gestrichen wird dagegen Budapest. (sda)
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Die Swiss hält trotz schwieriger Marktbedingungen Kurs: Sie schreibt schwarze Zahlen und sucht Personal. Am Horizont ziehen aber Gewitterwolken auf, denn der starke Franken, hohe Treibstoffpreise und Naturkatastrophen könnten die Airline in Turbulenzen bringen.
«Wir hatten das Budget erstellt und waren für 2011 gut aufgestellt. Dann brachte das Jahr einige Überraschungen», sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister am Flughafen Zürich vor den Medien.
Einen Strich durch die Rechnung
Die Naturkatastrophe in Japan machte der Schweizer Fluggesellschaft einen Strich durch die Rechnung. Diese Problematik habe sich mittlerweile zwar wieder entschärft, hielt Hohmeister fest. Die anhaltenden Unruhen in Nordafrika belasteten das Ergebnis der Swiss dagegen weiterhin.
Zu kämpfen hat die Fluggesellschaft zudem mit der Entwicklung des Ölpreises: Dieser sei stark angestiegen und werde so schnell nicht sinken, sagte Swiss-Finanzchef Marcel Klaus. Die Swiss rechne langfristig mit einem hohen Niveau.
Derzeit profitiere das Unternehmen noch von Treibstoffreserven, die vor Jahren günstig eingekauft worden seien. Der tiefe Dollar, in dem die Ölfässer bezahlt werden, kompensiere die Anstiege nur teilweise. Denn im Verhältnis sei der Kursfall der Währung nicht so stark wie der Preisanstieg beim Öl, erklärte Klaus.
Kein Rezept gegen starken Franken
Negativ wirkt sich auch der starke Schweizer Franken aus. Europäische Fluggesellschaften profitierten davon, in der Schweiz Geschäfte zu machen, sagte Klaus. Sie senkten die Preise. Die Swiss müsse mitziehen, um keine Passagiere zu verlieren.
Jeder produzierende Betrieb würde ins Ausland abwandern. Die Swiss als Schweizer Unternehmen wolle ihren Hub jedoch in Zürich behalten. «Es gibt deshalb keine pfannenfertigen Rezepte, stellte der Swiss-Finanzchef fest. Gut gehen die Geschäfte dafür im interkontinentalen Bereich: Dort stieg der Absatz um 10,5 Prozent.
Insgesamt transportierte die Swiss in den ersten sechs Monaten 2011 rund 7,4 Millionen Passagiere. Hält das Wachstum, könnte die Swiss Ende Jahr den von der damaligen Swissair aufgestellten Passagier-Rekord knacken. Die Grenze liegt bei rund 15 Millionen Passagieren.
Swiss bleibt Goldesel
Trotz Turbulenzen hält die Swiss Kurs und schreibt schwarze Zahlen. Gemäss Finanzchef Klaus belief sich der operative Gewinn im ersten Halbjahr 2011 auf 129 Millionen Franken. Das sind 68 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode. Das Ziel bleibe, im Dezember mindestens das Ergebnis von 2010 zu erreichen (368 Millionen Franken operativen Gewinn).
Die Lufthansa-Tochter bleibt damit im Konzern der Goldesel. Das deutsche Mutterhaus erzielte zwar einen operativen Gewinn von drei Millionen Euro und einen um rund 11 Prozent höheren Umsatz von rund 14 Milliarden Euro. Nach Steuern resultiert aber ein Konzernergebnis von 206 Millionen Euro Verlust. Das Unternehmen rechnet mit weitreichenden Restrukturierungsmassnahmen, wie es in einer Mitteilung schreibt.
GAV im Oktober unterzeichnen
Die Swiss dagegen hat dieses Jahr 250 neue Arbeitsplätze geschaffen und will im nächsten Jahr rund 500 neue Mitarbeiter einstellen, wie Swiss-Chef Harry Hohmeister sagte.
Zwischen dem Management und der Pilotengewerkschaft Aeropers zeichnet sich zudem eine Entspannung ab: Hohmeister rechnet damit, dass der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) diesen Oktober unter Dach und Fach ist.
Um diesen hatten die Parteien lange gerungen. Die Swiss kommt den Piloten mit einem ganzen Paket an Massnahmen entgegen. Dazu zählen etwa Zugeständnisse bei den Einsatzzeiten und den Ferien sowie mehr Lohn. Momentan arbeiten für die Swiss 7500 Angestellte, mehr als die Hälfte davon beim fliegenden Personal.
Details zum neuen Vertrag wollte Hohmeister auch auf eine entsprechende Nachfrage hin keine bekannt geben. Solange nichts unterzeichnet sei, werde auch nicht öffentlich kommuniziert. (bru/sda/dapd)
Erstellt: 28.07.2011, 09:08 Uhr
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Die SWISS zeigt ihren immer noch zahlreichen Kritikern einmal mehr, dass trotz schwierigem Umfeld ein erfolgreiches Geschäften möglich ist. Die Hausaufgaben werden permanent angegangen und schnell umgesetzt. Die SWISS hat sich ein hervorragendes Image erarbeitet, der Erfolg zeigt, dass sie gut unterwegs ist. Gratulation an Management und Mitarbeiter/innen! Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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