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Streit um Cronut-Kopie der Migros

Aktualisiert am 01.09.2013 115 Kommentare

An einzelnen Take-away-Standorten verkauft die Migros neu Cronuts. Der New Yorker Erfinder Dominique Ansel ist verärgert – und will die Marke nun auch in der Schweiz verteidigen.

1/3 Da ist Handarbeit gefragt: Jowa-Beck Bojan Cepon muss den Cronut-Teig von Hand ausstechen. Danach wird der Teigling frittiert, ...
Bild: PD

   

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Einblick in die Herstellung sogenannter Cronuts. Das New Yorker Gebäck ist eine Mischung aus Croissant und Donut. Neu produziert die Migros-Bäckerei Jowa das süsse Gebäck in der Schweiz.

Um das neue Migros-Gebäck namens Cronut ist ein Streit entflammt, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet. An einzelnen Take-away-Standorten verkauft die Migros neu Cronuts – eine Mischung aus Blätterteig-Croissant und süssem Donut, hergestellt im konzerneigenen Jowa-Backbetrieb. Die Idee dazu holte sich die Migros von der hippen Bäckerei von Dominique Ansel in New York – allerdings ohne Absprache. Ansel ist entsprechend verärgert.

«Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass die Migros unsere Kreation kopiert und unseren Namen gestohlen hat», lässt die Bäckerei ausrichten. Diese böswillige Aktion einer grossen Firma sei «schockierend». «Die Migros sollte es besser wissen, als von der kulinarischen Kreativität eines Bäckers zu stehlen, der viel Zeit und Aufwand in seine Kreationen investiert.» Man frage sich, welche Werte und Moralvorstellungen die Migros generell pflege. Ansel will nun die Cronut-Marke auch in der Schweiz registrieren und sie verteidigen. Die Migros sieht keinen Grund zur Aufregung: «Die Idee eines Produktes kann nicht monopolisiert werden, und die Jowa hat ja selber ein Rezept für die Herstellung der Produkte entwickelt», sagt Sprecherin Monika Weibel. Sollte Ansel die Marke in der Schweiz eintragen lassen, werde man dagegen Widerspruch erheben. (bru)

Erstellt: 01.09.2013, 08:33 Uhr

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115 Kommentare

Luigi Rotta

01.09.2013, 09:29 Uhr
Melden 280 Empfehlung 39

Auch wenn die Verärgerung von Ansel verständlich ist: Als er seine Marke weltweit schützte hat er die Schweiz nicht berücksichtigt weil ihm der Markt wohl zu nichtig erschien. Wenn er also irgendwo eine Nische offenhält muss er sich nicht wundern wenn sie jemand ausfüllt. Antworten


Manuel Braun

01.09.2013, 12:18 Uhr
Melden 88 Empfehlung 19

Zwar ist der Ärger des Erfinders verständlich, aber man stelle sich mal vor, Spaghetti oder Nussgipfeli oder Glacé wären patentiert und dürften nur von einer bestimmten Firma hergestellt werden. Das hat schliesslich auch mal jemand erfunden. Patente auf Lebensmittel halte ich für pervers und sollten unterbunden werden. Insbesondere Agrochemie- und Gentech-Firmen wären um Lebensmittelpatente froh. Antworten



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