Stellenabbau rettet Zahlen von Roche
Aktualisiert am 21.07.2011 20 Kommentare
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Roche (ROG 152.4 0.26%) schreibt im ersten Halbjahr 2011 einen Reingewinn von 5,3 Milliarden Franken. Das liegt 5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, erfüllt aber die Erwartungen der Analysten knapp. Sie hatten einen Reingewinn von zwischen 5,2 und 6,2 Milliarden Franken erwartet.
Der Basler Pharmakonzern Roche spürt den starken Franken: Im ersten Halbjahr 2011 verbucht das Unternehmen eine Umsatzeinbusse von 12 Prozent auf 21,7 Milliarden Franken. In lokalen Währungen hingegen blieben die Verkäufe im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil.
Auch beim Kernbetriebsgewinn trübte die Währungssituation das Ergebnis. In Schweizer Franken sank der Kernbetriebsgewinn um 10 Prozent auf 8,3 Milliarden Franken, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen verzeichnete Roche ein Plus von 5 Prozent. Der Konzerngewinn sank in Franken um 5 Prozent auf 5,3 Milliarden Franken - in Lokalwährungen gerechnet stieg derselbe um 10 Prozent.
Stellenabbau verläuft nach Plan
Roche gelang es, erneut profitabler zu arbeiten: Die Betriebsgewinnmarge legte um 0,9 Prozentpunkte auf 38,1 Prozent zu ( 1,8 Prozentpunkte in lokalen Währungen). Es sei gelungen, im Rahmen des Programms «Operational Excellence» die Kosten zu senken, schreibt Roche dazu. Im ersten Halbjahr 2011 seien rund 950 Millionen Franken eingespart worden.
Im vergangenen November hatte Roche angekündigt, weltweit 4800 seiner 82'000 Arbeitsplätze abzubauen. In der Schweiz soll das Werk in Burgdorf BE geschlossen und 770 Stellen gestrichen werden. Die Reorganisation auch in der Schweiz verlaufe nach Plan, schreibt Roche am Donnerstag dazu. Die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern seien abgeschlossen.
Trotz des Rückgangs in Schweizer Franken bezeichnete Roche das Halbjahresergebnis als «solide». Für das Gesamtjahr 2011 erhöht Roche das Wachstumsziel: Pro Genussschein will das Unternehmen den Kerngewinn in lokalen Währungen um rund 10 Prozent steigern.
(oku/sda)
Erstellt: 21.07.2011, 07:05 Uhr
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20 Kommentare
Wie krank muss ein Mensch im Kopf sein wenn er "stolz" ist einen Gewinn von 5,3 Mia auszuweisen nur um die Existenz von 4'800 Arbeitern zu gefährden. Ich kriege da irgendwie etwas nicht auf die Reihe. Eigentlich müssten da auch die Parteien aufwachen dass hier etwas komplett schief läuft in unserem System. Antworten
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