«Spielwaren haben keine Krise»

Aktualisiert am 19.12.2009

Der Ravensburger Spieleverlag rechnet in diesem Jahr mit einem guten Geschäft - trotz des Zusammenbruchs grosser Handelsketten wie Quelle in Deutschland.

Traditionelle Brett- und Familienspiele waren gefragt: Eine Familie spielt am Stand von Ravensburger Memory.

Traditionelle Brett- und Familienspiele waren gefragt: Eine Familie spielt am Stand von Ravensburger Memory. (Bild: Keystone)

«Spielwaren haben keine Krise», sagt Ravensburger-Vertriebschef Hermann Otten. Der Umsatz seines Unternehmens liege 2009 «leicht über dem Vorjahr». Das gelte auch für das Weihnachtsgeschäft.

Traditionelle Brett- und Familienspiele seien sehr gefragt. «Auch in der Krise wird zuletzt an den Kindern gespart», sagte Otten am Samstag im Gespräch mit der Deutschen-Presseagentur dpa. Wer nicht in die Ferien fahre, hole sich für zu Hause ein Spiel.

Die Umsatz-Ausfälle als Folge des Zusammenbruchs von Handelsketten lägen 2009 unter 0,5 Prozent. Das Handelsvolumen etwa mit dem Versandhändler Quelle sei ohnehin vergleichsweise klein gewesen, erklärte Otten. Dagegen sei der Spielwarenfachhandel in Deutschland wie in der gesamten EU im Vergleich zu 2008 leicht im Plus.

Bei Puzzles führend

Zufrieden äusserte sich Otten auch über das Geschäft mit Puzzles, bei dem Ravensburger in Deutschland über einen Marktanteil von 70 Prozent verfügt und auch europaweit führend ist.

Im Jahr 2008 hatte Ravensburger in der Sparte Spiele, Puzzles und Beschäftigung, mit dem das Unternehmen 80 Prozent seiner Erlöse erwirtschaftet, 232 Millionen Euro umgesetzt. Der Gesamtumsatz, der auch den Buchverlag umfasst, lag bei 288 Millionen Euro. (sda)

Erstellt: 19.12.2009, 11:14 Uhr

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