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So würde die Nationalbank die UBS liquidieren

Aktualisiert am 18.06.2009 41 Kommentare

Neue, deutliche Töne von der Nationalbank: Grossbanken, die am Markt scheitern, sollen in Zukunft untergehen. Das gilt auch für UBS und Credit Suisse.

Symbolische Demontage: «Hammering Man» vor UBS-Gebäude.

Symbolische Demontage: «Hammering Man» vor UBS-Gebäude. (Bild: Keystone)

Gegen Gratis-Versicherung: Nationalbank-Präsidium mit Hildebrand, Roth, Jordan (v.l.).

Gegen Gratis-Versicherung: Nationalbank-Präsidium mit Hildebrand, Roth, Jordan (v.l.). (Bild: Keystone)

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Grossbanken, die am Markt scheitern, sollen untergehen: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) fordert gesetzliche Regelungen, um auch sogenannte systemrelevante Banken geordnet liquidieren zu können.

Die Grossbanken UBS und Credit Suisse sind für die schweizerische Volkswirtschaft zu wichtig, um sie im Krisenfall untergehen zu lassen («too big to fail»). Daher ist der Staat – wie zuletzt bei der UBS – gezwungen, einer in Schieflage geratenen Bank zu helfen.

Risiko tragen Steuerzahler

Das kommt einer Gratis-Versicherung gleich und verleitet diese Banken mit einer De-facto-Staatsgarantie zu unvorsichtigem Handeln («moral hazard»). Denn das Risiko tragen letztlich nicht die Verantwortlichen der Bank, sondern die Steuerzahler.

Das möchte die SNB nun ändern und fordert Verfahren zur Abwicklung von Grossbanken, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zur Finanzmarktstabilität zu entnehmen ist. Entsprechende Bestrebungen müssten international koordiniert werden.

Wichtige Teile abspalten

Die SNB will eine Art «Sollbruchstellen» schaffen: Teile, die für die Volkswirtschaft wichtig sind, sollen im Krisenfall abgetrennt werden - beispielsweise das Kreditgeschäft in der Schweiz -, der Rest könnte dann liquidiert werden.

Zur Diskussion stellt die SNB auch Grössenbeschränkungen für Banken. So könnten indirekte Anreize zur Reduktion des Geschäfts gemacht werden, indem etwa die Eigenmittelvorschriften mit zunehmender Grösse einer Bank verschärft würden.

Darüber hinaus könnten der Marktanteil einer Bank oder das Verhältnis zwischen der Bilanzsumme einer Bank und der gesamten Wirtschaftsleistung vorgeschrieben werden.

Derzeit entspricht der Schweizer Bankensektor dem Achtfachen des Bruttoinlandprodukts (BIP). Allein die Bilanzsumme der UBS ist viermal so gross wie das BIP. Zum Vergleich: In den USA ist der Bankensektor etwa gleich gross wie das BIP. Die Bilanzsumme der grössten Bank, der Citigroup, erreicht bloss 15 Prozent des BIP.

Mehr Eigenmittel verlangt

Um die Risiken zu begrenzen, werden - wie bereits bekannt - für Schweizer Grossbanken grössere Eigenkapital- und Liquiditätspuffer verlangt.

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) fordert, dass das Eigenkapital 3 Prozent der Bilanzsumme einer Bank ausmacht, in guten Zeiten deutlich mehr. Die SNB geht noch weiter und will, dass sich die Eigenmittelquote in guten Zeiten auf 5 Prozent belaufen muss. (sam/sda)

Erstellt: 18.06.2009, 14:09 Uhr

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41 Kommentare

Friedrich Amstutz

18.06.2009, 12:49 Uhr
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Guter Ansatz eigentilch. Frage mich nur wie die SNB als staatliches Unternehmen so etwas verantworten kann. Schliesslich gingen mit einem Schlag -zig tausend Arbeitsplätze verloren und nicht nur das auch die Steuereinnahmen für die vielleicht lukrativen Folgejahre entfallen. Es war richtig die UBS zu unterstützen denn Steuern die die UBS nicht bezahlt muss so oder so der steuerzahler zahlen... Antworten


Peter Amrein

18.06.2009, 12:30 Uhr
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Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Verantwortung tragen letzten Endes nie die Verantwortlichen der Bank, sondern die Allgemeinheit. Egal ob die Verluste nun über den Staat oder sonstwie abgewälzt werden. Wir bezahlen die Zeche! Antworten



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