Seid umschlungen, Milliarden! Das sind die reichsten Saudis
Der Reichste im Land: Alwaleed Bin Talal al-Saud (Archivbild). (Bild: Keystone)
Die reichsten Saudis
1) Alwaleed Bin Talal al-Saud:
16,3 Milliarden Dollar
2) Mohammed al-Amoudi:
8,8 Milliarden
3) Scheich Mohammed Bin Issa al-Dschaber:
8,5 Milliarden
4) Nasser al-Raschid:
8,0 Milliarden
5) Bin-Laden-Familie:
7,0 Milliarden
6) Olayan-Familie:
6,9 Milliarden
7) Sulaiman al-Radschi:
5,2 Milliarden
8) Issam al-Zahid: 5,1 Milliarden
9) Mohammed Abdul Latif Dschameel:
5,0 Milliarden
10) Scheich Saleh A. Kamel:
4,9 Milliarden
Auf dem ersten Platz der Liste rangiert laut einem Bericht auf der Internetseite des Magazins «Arabian Business» der saudische Prinz Alwaleed Bin Talal al-Saud mit einem Vermögen von 16,3 Milliarden Dollar. Er ist Vorsitzender der Kingdom Holding Company (KHC) – einer Investmentfirma mit zahlreichen Beteiligungen an Firmen in aller Welt, zu denen auch Apple und die Citygroup gehören. Auf den folgenden Rängen finden sich Grossinvestoren wie Mohammed al-Amoudi und auch Familien wie der Bin-Laden-Clan, dessen Vermögen die Zeitschrift auf sieben Milliarden Dollar beziffert.
Eine Liste mit dem Vermögen der Allerreichsten zu recherchieren, war laut «Arabien Business» keine leichte Aufgabe: Wie jedermann wisse, so schreiben die Verfasser des Berichts, sei die arabische Welt sehr verschlossen, wenn es um Informationen über den immensen Reichtum von Einzelpersonen oder Familien geht. Und das Fundament dieser «Mauer» der Verschwiegenheit sei Saudiarabien – die grösste Wirtschaftsnation der Golfregion und zugleich die undurchsichtigste.
Faktensuche: Akribische Detailarbeit
Die Recherchen für die Top 50 waren deshalb aufwändig: Ein 16-köpfiges Rechercheteam begann zunächst damit, die Namen von mehr als 300 Firmen und Personen zu sammeln, die infrage kommen könnten. Um ihre Besitztümer einzuschätzen, besorgten sich die Journalisten die Anteile jedes Kandidaten an Firmen mithilfe der Saudischen Börse, die den Zugriff auf alle Aktionäre ermöglichte, deren Anteil fünf Prozent übersteigen.
Falls solche Information nicht erhältlich waren, griff das Rechercheteam zu Vergleichen mit ähnlichen Firmen im selben Land, die öffentlich aufgelistet waren – und falls selbst solche Informationen nicht verfügbar waren, versuchten die Fachleute, eine treffende Schätzung der Werte der jeweiligen Firmen zustande zu bringen. Auch private Besitztümer wie Autosammlungen, Jachten und weitere Luxusgüter mussten sie Journalisten mangels publizierter Daten schätzen.
Zweifel an der Genauigkeit der Angaben
Unter dem Strich dürfte die Liste deshalb nur eine erste Näherung an die wirklichen Reichtumsverhältnisse in Saudiarabien sein. Als komplett dürfte sie laut der Redaktion von «Arabian Business» jedenfalls kaum gelten – und möglicherweise sind die Vermögen einiger Superreicher noch zu hoch taxiert worden, wie der «Spiegel» auf seiner Webseite berichtet. (raa)
Erstellt: 31.08.2009, 10:34 Uhr
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