Schweppes wird bündnerisch
Wird neu in Rhäzüns abgefüllt: Bittergetränk Schweppes.
Das Unternehmen will so die Auslastung der eigenen Bündner Abfüllanlage optimieren und Synergiemöglichkeiten bei der Logistik nutzen. Seit 2003 lässt Feldschlösschen die Schweppes-Fläschchen von Thurella im zürcherischen Eglisau abfüllen, wie Markus Werner, Leiter der Unternehmenskommunikation, am Dienstag auf Anfrage sagte. Der Ende Jahr auslaufende Vertrag mit Thurella wird nicht verlängert.
In Rhäzüns entstehen durch die Verlagerung elf zusätzliche Stellen. Heute sind dort 57 Mitarbeiter für die Abfüllung der Mineralwasser Rhäzünser und Swiss Alpina, der Eigenmarke von Coop, zuständig. Die Bündner Abfüllanlagen wurden erst 2004 von Feldschlösschen für rund 14 Millionen Franken erweitert und erneuert.
Thurella verliert 20 Prozent des Umsatzes
Thurella verliert mit Schweppes rund 20 Prozent ihres Eglisauer Produktionsumsatzes von etwa 110 Millionen Flaschen im Jahr, wie Kommunikationschef Peter Stephani zur Nachrichtenagentur SDA sagte. Der Wegfall sei zwar schmerzhaft, aber kein Super-Gau. Thurella führe bereits Verhandlungen mit möglichen Neukunden.
Zur Zeit Arbeiten in Eglisau 110 Angestellte in einem Dreischichtbetrieb. Man setze alles daran, dass kein Stellenabbau notwendig werde, so Stephani. Ausschliessen könne man es aber nicht. Mit Feldschlösschen werde man weiterhin partnerschaftlich in anderen Bereichen zusammenarbeiten.
Thurella stellt ein Drittel des gesamten Schweizer Apfelsaftkonzentrats her und ist ein bedeutender Lieferant von Obst- und Gemüsesäften für die Schweizer Grossverteiler. Weltweit exportiert werden die Biotta Obst- und Gemüsesäfte. (bru/sda)
Erstellt: 16.03.2010, 17:03 Uhr
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