Russischer Investor will bei Facebook einsteigen

Mindestens 100 Millionen Dollar braucht das Netzwerk, um weiter zu wachsen. Jetzt soll ein russischer Internet-Investor brennendes Interesse zeigen.

Sucht Geld: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Sucht Geld: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
Bild: Keystone

Die russische Beteiligungsfirma Digital Sky Technologies soll sich für einen Einstieg bei Facebook interessieren, wie heute das «Wallstreet Journal» schreibt. Die Russen bieten 200 Millionen Dollar an, berichtet das Blatt mit Verweis auf «informierte Quellen». 150 Millionen Dollar würden über den Erwerb von Stammaktien zu Facebook fliessen. Facebook hat die Meldung des renommierten «WSJ» weder bestätigt noch dementiert.

Digital Sky Technologies ist einer der grössten Internet-Investoren Russlands. Der Kapitalgesellschaft gehören unter anderem bereits Beteiligungen an den Online-Netzwerken Odnoklassniki.ru und Vkontakte sowie am grössten russischen Jobvermittler Headhunter. Ein Einstieg bei Facebook würde also durchaus ins Profil passen.

Wachsende Nutzerzahl treibt Kosten in die Höhe

Facebook sucht seit Monaten neue Geldgeber, da die rapide wachsende Nutzerzahl die Kosten in die Höhe treibt. «Business Week» bezifferte Ende März den Finanzbedarf mit 100 Millionen Dollar. Das Unternehmen wird dieses Jahr laut «Daily Finance» einen geschätzten Jahresumsatz von 500 Millionen erzielen, wohl aber rote Zahlen schreiben. Der Wert des Unternehmens wird auf vier Milliarden Dollar geschätzt.

Bisher ist bereits Microsoft an Facebook beteiligt, allerdings nur mit 1,6 Prozent. Mit dem Einstieg des Riesen 2007 erhielt das Unternehmen letztmals eine substanzielle Kapitalerhöhung. Facebook-Gründer und Chef Mark Zuckerberg liess diese Woche erneut verlauten, er sei für den Einstieg neuer Investoren offen. (Bernerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 25.05.2009, 17:23 Uhr

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2 KOMMENTARE

Alexandra Hamilton

24.05.2009, 08:44 Uhr

Schon verrückt wo man überall Geld besorgen muss nur weil man sich weigert von den Benutzern Gebühren zu kassieren. Zwar ist die Nutzung gratis, die eigenen Daten doch wohl bald in Russland. Na was solls. Hauptsache es kostet nichts.


Anna-Maria Rieder

23.05.2009, 20:31 Uhr

Ich würde mich von Facebook distanzieren, wenn die Russen tatsächlich da einsteigen würden! AMR



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