Roches Riesengeschäft mit Tamiflu
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Bereits im ersten Halbjahr 2009 stiegen die Tamiflu-Verkäufe zur Pandemievorsorge markant an. Der Umsatz mit dem Grippemittel verdreifachte sich auf eine Milliarde Franken.
Davon entfielen 653 Millionen Franken auf Käufe zur Pandemie-Vorsorge. 2008 beliefen sich die Tamiflu-Gesamtumsätze auf 609 Millionen Franken «Wir erwarten für 2009 Verkäufe in der Höhe von rund zwei Milliarden Franken», sagte Roche-Konzernchef Severin Schwan am Donnerstag vor den Medien.
400 Millionen Packungen ab 2010
Roche erhöht im Zuge der massiv gestiegenen Nachfrage die Produktionskapazität. Ab 2010 sollen jährlich bis zu 400 Millionen Packungen hergestellt werden können. Die aktuelle Kapazität beläuft sich auf rund 110 Millionen Packungen.
Über die Margen wollte Schwan auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP keine Auskunft geben. «Wir gewähren zur Pandemie-Vorsorge auf Tamiflu Rabatte. Wir können aber unsere Herstellungskosten decken», sagte er.
Noch wenig Resistenzen
Das Auftreten möglicher Resistenzen gegenüber Tamiflu beobachte man sehr genau. Bisher habe es sich jeweils um vereinzelte, isolierte Fälle gehandelt. Die Häufigkeit bezifferte er auf rund 0,4 Prozent.
In der Diagnostik-Sparte sind Nachweistests für den Erreger H1N1 vermehrt gefragt. Allerdings ist dieser Posten gemessen an den Konzernumsätze laut Schwan sehr klein. (cpm/sda)
Erstellt: 23.07.2009, 13:23 Uhr
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