Wirtschaft
Qadhafis Raketenauto geht in Serie
Aktualisiert am 13.10.2009 12 Kommentare
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230 PS, 5,5 Meter lang und innen ausgestattet mit heimischen Teppichen: Zum 40. Jahrestag seiner Machtübernahme liess Moammar al-Qadhafi nicht nur sich selbst feiern, sondern auch seine automobile Erfindung namens «The Rocket».
Die libyschen Marketingfachleute frohlockten Ende August: Der Herrscher habe nichts weniger als die «Zukunft der Automobilindustrie» entworfen. Sie sprachen vom «perfekten Auto». Doch die meisten westlichen Beobachter hielten das Projekt für nicht viel mehr als das Spielzeug eines Diktators.
Täglich bis zu 500 Fahrzeuge
Nun berichtet aber die «Welt», die italienische Firma Tesco Ts habe angekündigt, den an ein Rennboot erinnernden Sportwagen in Serie zu bauen. Gebaut wird das Auto in einer ehemaligen Produktionsniederlassung von Daewoo in der libyschen Hauptstadt Tripolis. Es ist eine Kooperation zwischen der Libyan Investment & Development Company (LIDCO) und der italienischen Konstruktions-, Forschungs- und Zulieferfirma Tesco Ts, die auch schon für den Bau des Konzepts verantwortlich zeichnete.
Tesco existiert seit 1968, gehört seit drei Jahren zu dem japanischen Mischkonzern Arrk und verfügt nicht nur über gute Kontakte nach Tripolis. In der Referenzliste der Turiner tauchen auch Autohersteller wie Mitsubishi, Audi, BMW, Saab oder Lamborghini auf.
Montiert werden nach Worten von Tesco-Hauptgeschäftsführer Domenico Morali ab Dezember täglich bis zu 500 Fahrzeuge. Der Sportwagen soll 75’500 Franken kosten. Über Vorbestellungen und Vertriebswege ist nichts bekannt. (bru)
Erstellt: 13.10.2009, 12:07 Uhr
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12 Kommentare
hahaha! kauf ich sofort. nicht nur, dass ich von allen beneidet werde, sondern ich nehme auch stellung zu den letzten merz-moves. ich glaub ich lass mir eins schenken. ich finde es schade, dass viele so kleinlich sind, wegen qadhafi ein auto nicht zu kaufen. irgendwie überkommt mich da fremde scham Antworten
Für diesen Raketen-Spider müssen unsere Parkfelder dann noch neu ausgemessen werden. Glück für Otto-Normalverbraucher, dann können wir auch wieder "normal parkieren". André Bisang @ Wenn der Wagen im Sommer über den Julier gekommen ist, dürfte in Chur Pneuwechsel angesagt sein. Antworten
Täglich 500 Autos sollten zusammengeschraubt werden? Wer stellt die Motoren her, wer vertreibt und repariert die Blechkisten und wer kauft für 75'000 Fr. eine unbekannte Marke? Ohne Händlernetz kann das Auto wohl nur in Lybien vertrieben werden. Dort ist das Benzin ja so billig, da spielt der Spritverbrauch fast keine Rolle. In Europa können nur Nischen von so teueren Automarken besetzt werden. Antworten
Wenn ich mir so die Fotos anschaue, die man im Web von diesem Auto findet, muss ich sagen: Sieht toll aus! Da traut sich wenigstens designmässig mal einer was. Wäre ein echter Hingucker und eine willkommene optische Aufhellung in diesem tristen Autodesigner-Einerlei, das auf unseren Strassen so herumkurvt. Ach so ja: Das arme Auto kann ja nix dafür, dass es für Ghaddafi gebaut wird. ;-) Antworten
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Hansjürg Ruch
Naja also wenn ich schon so viel Geld für einen Sportwagen ausgeben würde, müsste da schon ein wenig mehr PS vorhanden sein.. Mit diesem Auto sieht man ja noch gegen eine Saxo Kompressor uralt aus... Und das soll ein Sportwagen sein? Möchte ja nicht wissen wie Schwer die Kiste ist mit 5,5 Metern Länge.. Eine Rakete ist es auf jeden fall nicht. Antworten