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Post und Swisscom fusionieren?

Aktualisiert am 28.01.2010 3 Kommentare

PTT hiess früher der Schweizer Staatsbetrieb, der Briefverkehr und Telefon unter einem Dach vereinigte. Ein Experte sieht genau hier die Zukunft von Post und Swisscom.

Alles von einem, das war früher: Post, Telefon, Telegraph.

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Physische und elektronische Kommunikation könnte aus einer Hand kommen. Darum könnte die Post mit der Swisscom (SCMN 352 0.09%) fusionieren, also wieder eine PTT entstehen. Das zeigt ein Modell des ETH-Professors Matthias Finger.

Finger erklärte am Donnerstag in einem Interview mit der Westschweizer Wochenzeitschrift «L'Hebdo», die Post könnte zum allgemeinen Service-public-Anbieter werden. Die Bevölkerung könnte über sie Steuern, Gesundheitskarten und Abstimmungen abwickeln. Der gesamte Verkehr mit allen Behörden könnte dereinst über die Post laufen, sagte der Professor für Infrastruktur-Management an der ETH Lausanne. Sein Lehrstuhl wird teilweise von der Post finanziert.

Eine Sache des Vertrauens

Die Post sei dazu dank ihrer grossen Glaubwürdigkeit und ihres Vertrauens besser als jede andere private oder öffentliche Institution prädestiniert. Die Post Südkoreas habe bereits elektronische Schalter installiert, welche eine Fülle von Möglichkeiten anböten.

Wie Finger weiter sagte, bietet die Ausrichtung auf einen Universaldienst im Kommunikationssektor die beste Zukunftsperspektive für die Post. Als Alternative sieht der Fachmann eine Annahme der Gewerkschafts-Initiative, welche ein Moratorium für die Schliessung von Poststellen verlangt.

Der Nutzen des Poststellennetzes

Das derart völlig eingefrorene Poststellennetz könnte von der Post abgetrennt und auf den Staat übertragen werden. Dieser würde das Netz weiterbetreiben - mit Verlust. Die Post und ihre Konkurrenten würden das Poststellennetz als Plattform für alle ihre Angeboten nutzen. (cpm/sda)

Erstellt: 28.01.2010, 13:31 Uhr

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3 Kommentare

peter Schleuss

29.01.2010, 10:55 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Nicht nur ich sondern auch mein Grossvater und ein Grossonkel, beide gewesene Posthalter, hätten diese Idee begrüsst. Brief, Paket und elektronische Datenverkehr kombinieren, das bringts. Würde noch der elektronische Finanzverkehr dazugenommen und dafür die Gummibärchen und Kinderspielzeuge entfernt, gäbe dies ein unschlagbares Ensemble. Die Gummibärchen könnten den Grossbanken überlassen werden Antworten


Wolfgang Hürlimann

29.01.2010, 10:15 Uhr
Melden

Es gibt durchaus andere Lösungen, ohne ein Annahmenetz durch den Bund finanzieren zu müssen. Einen noch grösseren Monopolisten durch die unnötige Fusion von Post und Swisscom zu schaffen, zeigt wie wenig Sie sich mit der Materie Post befasst haben, Herr Professor. Ausserdem vernichten Sie damit im privaten Sektor Arbeitsplätze und verhindern Konkurrenz und besserer Dienstleistungen. Antworten



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