Oerlikon-Aktie im Sturzflug
Werbeträger und Aktionär: Niki Lauda.
OC Oerlikon an der Börse
Nachdem sie am Vortag nach der überraschenden Restrukturierungsankündigung an der Schweizer Börse bereits um 27,1 Prozent abgestürzt waren, fielen sie in den ersten Handelsminuten nochmals um bis zu 28,8 Prozent und lagen bei 29,60 Franken. Im Verlauf des Vormittags erholten sich die Anteilscheine ein bisschen und lagen gegen 11.00 Uhr bei 33,50 Franken, immer noch 19,4 Prozent im Minus. OC Oerlikon hatte am Dienstag eine tiefgreifenden Sanierung der Konzernfinanzen bekanntgegeben. Diese sieht unter anderem einen Kapitalschnitt mit anschliessender Aufstockung des Aktienkapitals, eine Stundung der Rückzahlung eines 600-Millionen-Kredits und eine Umwandlung von Bankschulden in eine Kapitalbeteiligung vor. Vorerst noch ausstehend war die Zustimmung der Banken.
Ein Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB) wertete es als positiv, dass Viktor Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova, mit einer Beteiligung von 45 Prozent die Hauptaktionärin, die vom Markt im Rahmen der Kapitalerhöhung nicht aufgenommenen Aktien zur Not voll übernehmen würde. Überrascht zeigten sich hingegen mehrere Analysten darüber, dass Unternehmensverkäufe im Sanierungsvorschlag kein Thema sind. Ein Analyst der Bank Vontobel sieht bei Oerlikon ein gestiegenes Risikoprofil und prognostiziert wegen der Kapitalerhöhung eine Ertragsverwässerung um 50 Prozent oder mehr. (se/ap)
Erstellt: 09.12.2009, 14:15 Uhr
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