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Novartis hat die US-Gesundheitsbehörde im Nacken

Aktualisiert am 12.01.2012 1 Kommentar

Die US-Behörde FDA wirft dem Pharmakonzern in drei Werken der Tochter Sandoz in den USA und Kanada schwere Nachlässigkeiten vor – und droht mit Konsequenzen. Der Novartis-Chef mahnt sein Personal.

Im Visier der US-Gesundheitsbehörden: Pharmakonzern Novartis, Hauptsitz in Basel.

Im Visier der US-Gesundheitsbehörden: Pharmakonzern Novartis, Hauptsitz in Basel.
Bild: Reuters

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Das Novartis-Communiqué vom Sonntag über einen «freiwilligen» Medikamentenrückruf wegen Fehlern in einem Werk in Nebraska ist nur die Spitze des Eisbergs: Nach Inspektionen von 2011 rügt die FDA unzulässige Vorkommnisse in Sandoz-Werken in Broomfield und Wilson in den USA sowie in Boucherville in Kanada in scharfem Ton.

Die FDA hat ihren «Warnbrief» vom 18. November 2011 an Jimenez im Internet publiziert; Medienberichte nahmen am Donnerstag darauf Bezug und verwiesen auch auf einen Artikel im Blog Pharmalot.com vom Samstag. Besonders missfällt der FDA, dass manche Mängel bereits früher gerügt worden waren und trotzdem wieder vorkamen.

Verschmutzte Geräte eingesetzt?

Unter anderem seien nicht zugelassene Produktionsverfahren verwendet worden, auf fehlerhaft kristallisierte Lösungen sei ungenügend reagiert und verschmutzte Geräte seien eingesetzt worden. Offensichtlich würden Mängel nicht nachhaltig behoben, reklamiert die FDA. Das Unternehmen müsse blitzartig seine Verfahren prüfen und anpassen.

Wolle Novartis (NOVN 48.98 0.16%) Produkte aus dem kanadischen Werk weiterhin in die USA importieren, dann müsse der Konzern die «CGMP»-Standards sowie US-Gesetze und -Vorschriften einhalten. Bevor nicht alle nötigen Korrekturen erfolgt sind, erteile die FDA keine neuen Zulassungen. Auch Gerichtsverfahren seien ohne weitere Warnung möglich.

Jimenez nimmt im internen «Joe's Blog», den Pharmalot.com gepostet hat, Stellung zur FDA-Kritik an den drei Sandoz-Werken: Das sei «enttäuschend»; er werde persönlich die Verbesserungen überwachen. Für die Qualität sei jeder einzelne Angestellte mitverantwortlich. Sorgfalt sei entscheidend für den Erfolg und den künftigen Ruf. (bru/sda)

Erstellt: 12.01.2012, 12:09 Uhr

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1 Kommentar

Fred Dun

12.01.2012, 13:26 Uhr
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Da wegen auslaufenden Patenten die Kasse etwas weniger ergiebig klingt wird nicht nur beim Personal sondern auch bei Fabrikationsprozessen gespart. Hauptsache die Boni fuer Vasella und Cie und Dividenden fuer die lieben Aktionaere stimmen. Antworten



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