Mit 300 km/h von Zürich nach Bern
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SBB-Präsident Ulrich Gygi bringt die Idee eines Hochgeschwindigkeitszuges auf. Die Reisezeit zwischen Zürich und Bern würde sich auf 27 Minuten reduzieren. Unterstützen sie ein solches Projekt?
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Geht es nach SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi, soll zwischen Zürich und Bern eine «möglichst gerade» Bahnlinie gebaut werden. Die Züge sollen mit Tempo 300 km/h fahren, die Fahrt 27 oder 28 Minuten dauern. Dies sagt Gygi im Interview mit der Zeitung «Sonntag».
Das bisherige Bahn-2030-Konzept des Bundesrats sieht etwas anderes vor: Kapazitätsausbau statt Beschleunigung, mehr Züge und Sitzplätze statt Hochgeschwindigkeitsstrecken. Doch nun fragt SBB-Präsident Ulrich Gygi die Regierung im «Sonntag»: «Will der Bundesrat wirklich das, was er jetzt in die Vernehmlassung geschickt hat?»
Taktfahrplan schweizweit weiter verdichten
Gygi wünscht sich, dass man auch prüft, «im Mittelland auf Hochgeschwindigkeit zu setzen». Denn «das würde viele Schweizer Städte näher zueinander bringen». Das hiesse aber, so Gygi im Interview weiter: «Man müsste eine Strecke für Geschwindigkeiten bis 300 km/h bauen.»
Konkret denkt Gygi an eine Neubaustrecke, die Bern und Zürich auf dem direktesten Weg verbindet. «Dann könnten wir den Taktfahrplan schweizweit weiter verdichten. Davon würden alle profitieren, auch die Genfer, die dann deutlich schneller in Zürich oder St. Gallen wären.»
Die Budget-Variante
Gygi präsentiert auch gleich eine billigere Alternative: «Es gäbe auch die Möglichkeit, Zürich–Rothrist neu zu bauen und dann die bestehende Neubaustrecke nach Bern auf 300 km/h aufzurüsten.» Aber Gygi betont: «Jede Variante müsste dank des Gewinns von Kunden ihre Betriebskosten mindestens decken.»
Züge, die 300 km/h fahren: Damit würde die Schweizer Bahn in die Liga der französischen TGV, der deutschen ICE und der japanischen Shinkansen aufsteigen. Vor Gygi hatten bereits ETH-Professoren für ein Hochgeschwindigkeits-Konzept plädiert.
(cpm)
Erstellt: 09.05.2010, 07:29 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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