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Millionenverlust statt Gewinn bei BKW

Aktualisiert am 24.01.2012 23 Kommentare

Statt des erwarteten Gewinns von 100 Millionen Franken weist der Energiekonzern einen Verlust von 150 Millionen Franken aus. Der Energiemarkt habe sich stark verändert, sagt die Firma.

Millionenverluste: Das BKW-Kernkraftwerk Mühleberg. (9. Juni 2011)

Millionenverluste: Das BKW-Kernkraftwerk Mühleberg. (9. Juni 2011)
Bild: Keystone

BKW FMB Energie

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Der Energiekonzern BKW wird für 2011 statt dem erwarteten Gewinn von rund 100 Millionen Franken einen Verlust von 150 Millionen Franken ausweisen. Grund dafür sind Wertberichtigungen und Rückstellungen von insgesamt 300 Millionen Franken.

Nach Berücksichtigung der Steuereffekte verringert sich der bisher erwartete Reingewinn dadurch um rund 250 Millionen Franken, wie BKW heute mitteilte.

Umfeld auf dem Energiemarkt verändert

Das Umfeld und die Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt hätten sich nachhaltig verändert, begründet der bernische Energiekonzern die Korrektur. Die Ertragssituation werde sich vor allem bei den fossil-thermischen Kraftwerken verschlechtern.

BKW ist konkret an zwei Gaskombikraftwerken in Italien (Livorno Ferraris und Tamarete) sowie an einem Kohlekraftwerk in Deutschland (Wilhelmshaven) als Minderheitspartner beteiligt. Die Realisierung des Kraftwerkes in Wilhelmshaven erfolge zeitlich verzögert und werde höhere Baukosten aufweisen als bisher angenommen.

Der produzierte Strom aus diesen drei Kraftwerken wird von BKW zu Gestehungskosten übernommen. Gemäss Einschätzung der BKW- Unternehmensführung würden diese selbst zu tragenden Kosten nun künftig über den erzielbaren Marktpreisen liegen, was die Berichtigungen und Rückstellungen notwendig mache.

Schweizer Kraftwerke nicht tangiert

Die Werthaltigkeit der Buchwerte für das Kernkraftwerk Mühleberg, die übrigen Kernkraftwerksbeteiligungen, die Wasser- und Windkraftwerke sowie die übrigen Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien in der Schweiz seien - aus derzeitiger Sicht - gewährleistet.

Konkrete Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2011 will die BKW im Rahmen der Vorausinformation zum Jahresergebnis am 23. Februar bekannt geben. Bereits Ende Jahr hat das Unternehmen angekündigt, insgesamt rund 250 Stellen abzubauen.

(kle/sda)

Erstellt: 24.01.2012, 07:28 Uhr

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23 Kommentare

Bernhard Piller

24.01.2012, 09:22 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Bravo! Nach dem Beschluss des Atomausstiegs fliesst jetzt das Geld direkt in ausländiesche Projekte. Die Schweiz verliert Arbeitsplätze und wird zudem sehr abhängig vom Ausland, weil der Strom von dort jederzeit abgestellt werden kann. Eine denkbar schlechte Verhandlungsbasis bei zukünftigen Diskussionen mit der EU... Antworten


kurt habegger

24.01.2012, 08:41 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Gott straft sofort - eine Ohrfeige für unsere rot-grüne Regierung - die schwarze Null im Budget wird ins Wanken kommen, wenn solche Hiobsbotschaften eintreffen - das schafft auch Klarheit, warum die Regierung die angenommene Senkung der Motorfahrzeugsteuer möglichst weit von sich stösst und alle Ausreden ins Feld führt, um das Datum der neuen Abstimmung (wenn überhaupt nötig) hinausschieben will! Antworten



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