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Millionenstrafe für Ryanair

Aktualisiert am 15.05.2010

Während des Vulkanasche-Chaos hat der Billigflieger die gestrandeten Passagiere in Italien nur schlecht oder gar nicht versorgt. Die Behörden bitten Ryanair nun zur Kasse.

Ein teures Nachspiel: Ryanair-Chef Michael O'Leary muss eine hohe Geldstrafe bezahlen.

Ein teures Nachspiel: Ryanair-Chef Michael O'Leary muss eine hohe Geldstrafe bezahlen.
Bild: Keystone

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Wegen der schlechten Versorgung gestrandeter Passagiere im Vulkanasche-Chaos im April muss der grösste europäische Billigflieger Ryanair (RYA 5.75 27.78%) in Italien rund drei Millionen Euro Strafe zahlen. Wie die italienische Luftfahrtbehörde ENAC am Samstag mitteilte, hat die irische Fluggesellschaft in insgesamt 178 Fällen gegen gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtungen gegenüber Passagieren beim Ausfall von Flügen verstossen.

Dabei ging es den Angaben zufolge vor allem um gestrandete Passagiere am Flughafen Rom-Ciampino, die von Ryanair nicht mit Getränken, Essen und Hotelgutscheinen versorgt wurden. Stattdessen waren der italienische Zivilschutz und der Betreiber des Flughafens eingesprungen.

Im April hatte der isländische Vulkan Eyjafjöll fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schliessung von hunderten Flughäfen hatte ein beispielloses Chaos ausgelöst, mehr als acht Millionen Reisende sassen fest. In Deutschland war der Luftraum für viereinhalb Tage ganz oder teilweise gesperrt. Ab Montag drohen womöglich neue Sperrungen.

Spätes Zugeständnis

Ryanair hatte bereits während der Störungen im April für Wirbel gesorgt: Zunächst wollte der irische Billigflieger Kosten etwa für Unterkunft und Verpflegung nur bis zur Höhe des gezahlten Ticketpreises erstatten. Später versprach Ryanair-Chef Michael O'Leary jedoch, gestrandeten Passagieren doch die gesamten Kosten zu erstatten. Eine Sprecherin der EU-Kommission forderte Ryanair auf, sich wie alle anderen Fluglinien auch an die Regeln zu halten.

(jak/afp)

Erstellt: 15.05.2010, 17:06 Uhr

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