Millionen Franken für ein besseres Image

Aktualisiert am 30.08.2009

Die Schweiz und die UBS wollen mit PR-Offensiven ihr Image polieren. Der Bundesrat hat dafür grünes Licht gegeben. Die UBS will sich in ihrer Anzeigenserie demütig geben.

Risse kitten: Das Image der Schweiz ist wegen der UBS-Affäre in den USA angeschlagen.

Risse kitten: Das Image der Schweiz ist wegen der UBS-Affäre in den USA angeschlagen. (Bild: Keystone)

Das zuständige Gremium des Parlaments, die Finanzdelegation, hat dafür am Freitag einen Sonderkredit von zwei Millionen Franken bewilligt, wie Delegationspräsident Bruno Zuppiger (SVP) gegenüber der «NZZ am Sonntag» bestätigt. Es gehe darum, nach der Krise um die UBS «rasch zu einem guten Umgang mit den USA und einem guten Image zurückzukehren», begründete Zuppiger den Entscheid.

Wie die Zeitung berichtet, will das Aussendepartement (EDA) die beiden renommierten amerikanischen PR-Agenturen Edelman und Podesta engagieren. Edelman hatte bereits in der Krise um die nachrichtenlosen Vermögen ein Mandat der Schweiz; Podesta gilt als gut vernetzt mit der Regierung Obama. Das soll Geld unter anderem für Lobbying bei amerikanischen Entscheidungsträgern eingesetzt werden.

Demütige UBS

Auch die UBS will etwas für ihr Ansehen tun. Die Grossbank plant eine Anzeigenserie für zehn Millionen Franken. Die ersten Sujets sollen im Herbst geschaltet werden, berichtet die «SonntagsZeitung». Die intern als sogenannte «Corporate Rebuild Campaign» bezeichnete Offensive soll darauf abzielen, das Kundenvertrauen zurückzugewinnen. Die Anzeigen, die von der Agentur Publicis gestaltet werden, sollen Demut und Zuversicht ausstrahlen. (mbr)

Erstellt: 30.08.2009, 08:19 Uhr

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