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Milliarden verdampft: Singapur hat sich bei der UBS schwer verspekuliert

Aktualisiert am 11.02.2010 3 Kommentare

Eine Beteiligung an der UBS kommt Singapur teuer zu stehen. Weil der Aktienkurs der Schweizer Grossbank im Keller ist, verliert der Stadtstaat rund acht Milliarden Franken.

Singapur muss Milliardenverluste wegstecken: Stadtansicht mit Mündung des Singapur Rivers.

Singapur muss Milliardenverluste wegstecken: Stadtansicht mit Mündung des Singapur Rivers.

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Das Investment von rund elf Milliarden Franken schrumpft auf 3,2 Milliarden Franken zusammen, wenn der Staatsfonds Government of Singapore Investment Corp (GIC) eine Anfang 2008 gezeichnete Pflichtwandelanleihe in 230,7 Millionen UBS-Aktien umtauscht.

Grund ist der stark gesunkene Aktienkurs der UBS: Gemäss Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters dürfte der Wandelpreis 47,70 Franken je UBS-Aktie betragen, während die Papiere heute nur noch bei 13,70 Franken notierten. Laut einer Eingabe bei der US-Börsenaufsicht SEC soll die Transaktion am 5. März ablaufen.

Die ursprünglich vereinbarten Konditionen sahen einen Umtausch zwischen 51,48 und 60,23 Franken vor, doch inzwischen wurden Vertragsbestimmungen zum Schutz vor einer Verwässerung wirksam. Nach einer Wandlung wäre GIC mit einem Anteil von 6,6 Prozent der drittgrösste UBS-Aktionär. GIC lehnte eine Stellungnahme ab.

Die UBS gehört zu den von der Finanzkrise am stärksten getroffenen Banken und musste sich wiederholt frisches Kapital besorgen. Die Bank läuft der europäischen Konkurrenz trotz eines Gewinns im Schlussquartal 2009 weiter hinterher. Insgesamt häufte das Institut im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,7 Milliarden Franken an. (bru/sda)

Erstellt: 11.02.2010, 15:04 Uhr

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3 Kommentare

Diether Pfändler

11.02.2010, 18:39 Uhr
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Wie traurig für Singapur. Müssen wir jetzt alle grännen; die erwarteten ein Geschäft, so wie viele kleine Anleger auch. Diverse Kleinanleger haben mehr Mühe als Singapur mit einem virtuellen Verlust von 8 Milliarden - der wird erst dann realisiert, wenn die verkaufen. Haben die - wenn es auch dort schon besser ging - vorläufig nicht nötig. Weinen um Swissiar - weinen um Singapur? Antworten


Charles Dupond

12.02.2010, 01:27 Uhr
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Immerhin kassiert die GIC fast 10 Prozent Zinsen ab, waehrend sich die Lohnsklaven-Pansionkassen bald mit fast null Prozent, im ueberobligatorischen Bereich vielleicht gar mit unter Null(!) begnuegen sollen. Wenn mal die Aktienzahl statt nur das Aktienkapital in die Milliarden geht, wird der Verwaesserungs"schutz" illusorisch.... nicht nur bei der UBS.... Antworten



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