Mikron schreibt tiefrote Zahlen

Aktualisiert am 15.03.2010

Der Fertigungs- und Montagesysteme-Hersteller Mikron weist dunkelrote Zahlen aus: Unter dem Strich weist das Bieler Unternehmen 2009 einen doppelt so hohen Verlust aus wie im Vorjahr. Auch 2010 dürfte schwierig werden, teilte Mikron am Montag mit.

Ein Techniker der Mikron-Division Machining Technology stellt ein Werkzeug fuer die Rundtaktmaschine Multistar ein.

Martin Ruetschi

Der Umsatz dürfte sich im laufenden Geschäftsjahr leicht erholen. Operativ werde Mikron wohl weiterhin einen Verlust schreiben, doch werde es voraussichtlich «eine deutliche Annäherung an ein ausgeglichenes Betriebsergebnis» geben.

Der Verlust erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr von 13,4 Millionen auf 32,8 Millionen Franken. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg von 15,8 auf ebenfalls 32,8 Millionen Franken. Der Umsatz sank - wie bereits Ende Januar mitgeteilt - um 43 Prozent auf 150,1 Millionen Franken.

Nachfrage der Autoindustrie sinkt

Besonders unter Druck kam das Segment Machining, das seine Produkte grösstenteils an die europäische Automobilzulieferindustrie verkauft. Der sehr hohe operative Verlust des Segments auf Stufe Ebitda von 16,8 Millionen Franken sei die Folge des drastischen Einbruchs der Volumen. Dies machte einen massiven Abbau nötig, wie es heisst. Das Unternehmen strich am Standort Agno im Tessin im November über hundert Arbeitsplätze.

Das Segment Automation, welche seine Kunden vor allem in der Medizinaltechnik und Pharmaindustrie hat, hielt sich deutlich besser. Dennoch verzeichnete auch dieses Segment einen leicht negativen Ebitda von -0,4 Millionen Franken.

Das Unternehmen machte im vergangenen Geschäftsjahr mit Wechseln in der Geschäftsleitung von sich reden. Geschäftsführer Eduard Rikli gab seinen Posten Ende Jahr auf und wechselte in den Verwaltungsrat. Ausgewechselt wurde überdies der Finanzchef.

Mikron wird zu 70 Prozent von einer Aktionärsgruppe kontrolliert, die aus FDP-Nationalrat und Swissmem-Präsident Johann Schneider- Ammann, Implenia-Präsident Anton Affentranger und Straumann- Präsident Rudolf Maag besteht. (met/sda)

Erstellt: 15.03.2010, 08:47 Uhr

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