Migros-Gewinn bricht um über 20 Prozent ein – Wein bleibt tabu
Aktualisiert am 28.03.2012 87 Kommentare
Herbert Bolliger glaubt nicht, dass 2012 ein weiteres Preiskampf-Jahr wird. (Video: Keystone )
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Der Betriebsgewinn (Ebit) ging im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 Prozent auf 979 Millionen Franken zurück. Der Reingewinn der Migros-Gruppe blieb mit 659 Millionen Franken rund 22 Prozent hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres zurück, wie der Grossverteiler in Zürich bekannt gab.
Der orange Riese bezeichnet das Ergebnis selbst in einem Communiqué als «solide» und verweist auf die grossen Herausforderungen im vergangenen Jahr, denen mit nachhaltigen Effizienzsteigerungen, Innovationen und Preissenkungen begegnet worden sei. Die Migros habe sich 2011 in einem turbulenten Umfeld gut gehalten, lautete das Fazit von Unternehmenschef Herbert Bolliger bei der Präsentation des Jahresergebnis. Der starke Franken und der Einkaufstourismus blieben aber Herausforderungen.
Der Umsatz der Migros-Gruppe verringerte sich 2011 – wie bereits im Januar bekannt gegeben – um 0,9 Prozent auf 24,9 Milliarden Franken. Im Detailhandel verzeichnete der orange Riese im Vergleich zu 2010 ein Umsatzminus von 0,7 Prozent. Da allerdings vergangenes Jahr das Preisniveau gesunken ist, errechnete die Migros ein preisbereinigtes Wachstum von 2,1 Prozent.
Mehr Umsatz bei Migrol und Office World
Die zehn Genossenschaften als wichtigstes Standbein der Migros setzten 14,661 Milliarden Franken um, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Umsatzeinbussen erlitten auch die Migros-Reisetochter Hotelplan (-6,6 Prozent), die Warenhauskette Globus (-3,7 Prozent), die Interio-Möbelhäuser und -Boutiquen (-5,4 Prozent), der Buch- und CD-Händler Ex Libris (-12,0 Prozent) sowie der Internetladen Leshop.ch (-1,3 Prozent).
Die Discount-Tochter Denner verzeichnete einen stagnierenden Umsatz, derweil der Bürozubehör-Händler Office World ( 20,0 Prozent), die Mineralölgesellschaft Migrol (3,7 Prozent) und die deutsche Handelskette Depot ( 21,4 Prozent) Umsatzzunahmen verzeichneten.
Konkurrent Coop, der dank der Übernahme der europaweit tätigen Transgourmet die Migros umsatzmässig überholt hat, verdiente 2011 mit 432 Millionen Franken 8,1 Prozent weniger als das Jahr zuvor. Finanzchef Joerg Zulauf wies vor den Medien aber darauf hin, dass ein grosser Teil der im vergangenen Jahr erlittenen Verluste auf Buchwerten inzwischen bereits wieder wettgemacht werden konnten. (kpn/sda)
Erstellt: 28.03.2012, 13:23 Uhr
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87 Kommentare
Diese Entwicklung ist eigentlich nur logisch und war voraussehbar - die Durchschnittslöhne der Schweizer Arbeitnehmer sind seit der PFZ real gesunken, weshalb immer mehr Schweizer sich die teuren Produkte nicht mehr leisten können! Die EU Eingewanderten kauften noch nie gross in der Schweiz ein - sondern im grenznahen Ausland! Viele Schweizer sind jetzt gezwungen dasselbe zu tun! Antworten
Wer nicht hören will,muss fühlen!Der Druck auf die Grossverteiler durch die Kunden, welche sich nicht mehr"verarschen"lassen wollen,zeigt langsam Wirkung.Zu lange wurden sie abgezockt und zu lange bescherten sie den Managern Riesenprofite im Lehnstuhl.Diese Zeiten scheinen nun endgültig vorbei zu sein und die Manager sollten mit der wirklichen Arbeit beginnen.Ueberzeugen durch Konkurenzfähigkeit! Antworten
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