Microsoft hält wenig von Googles Feldzug
Kann die Reaktion von Google nicht verstehen: Microsoft-Chef Steve Ballmer. (Bild: Reuters)
Dossiers
Artikel zum Thema
- Wo Google das Nachsehen hat
- Bei der Zensur macht China keine Kompromisse
- «China aufzugeben, heisst, die halbe Welt aufzugeben»
- Google droht mit Rückzug aus China
- Der IT-Freak aus der Zukunft
- Hacking für Peking
- Peking kommt Google entgegen
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Für die Drohung Googles, (GOOG 591.53 -2.01%) sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen (Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete), haben andere IT-Konzerne kein Verständnis. Nachdem der Suchmaschinen-Riese am Dienstag verlauten liess, dass er die Zensur durch die chinesische Regierung nicht mehr akzeptieren könne, waren die Reaktionen von Menschenrechtlern durchwegs positiv.
Auch die US-Aussenministerin Clinton unterstütze, bis zu einem gewissen Grad, das Vorgehen Googles, als sie gestern «eine Erklärung» von der chinesischen Regierung forderte. Ein Sprecher von Präsident Obama sagte, die Regierung sei «zutiefst beunruhigt» über die Vorgänge in China.
Ballmer hält Angriffe für normal
Ganz anders verhalten sich die anderen grossen Technologiefirmen: Microsoft-Chef Steve Ballmer beschreibt die Vorgänge gegenüber dem «Wall Street Journal» als «das Google-Problem». «Jede grössere Einrichtung wird gehackt.» Er denke nicht, dass «sich das Sicherheitsumfeld im Internet fundamental verändert» habe.
Über die Möglichkeit ähnlicher Schritte (die Zensur der Microsoft-Suchmaschine Bing) wollte er nicht reden. Ballmer erwähnte jedoch, dass China eine grosse Geschäftschance darstelle – wenn man die Menschen überzeugen könne, Software zu kaufen anstatt illegale Kopien zu nutzen.
Auch Hewlett-Packard ( 22.33 2.57%) reagiert nicht
Der chinesische Markt ist mit 340 Millionen Internet-Nutzern der grösste Internet-Markt der Welt. Auch der Firmenchef von Hewlett-Packard, Marc Hurd, beschreibt den chinesischen Markt als «fantastischen Markt mit enormen Wachstumschancen».
Die starke Nachfrage der Chinesen war einer der Faktoren, welche die amerikanische Elektronikindustrie letztes Jahr stützte. So sagte Hurd auch, dass die Cyber-Attacke auf über 20 Firmen in China «nicht als Gefahr für die Entwicklung der IT-Branche gesehen werden darf».
Er stellt sich im «Wall Street Journal» auch die Frage, ob Google überhaupt auf den gigantischen chinesischen Markt verzichten kann. Tatsächlich könnten die Folgen eines kompletten Rückzugs schmerzlich sein. «Die Konsequenzen, nicht im chinesischen Markt mitzuspielen, dürften für jedes Unternehmen immens sein, besonders für eine Internetfirma, die ihre Umsätze mit Anzeigen macht», wird David B. Yoffie, Professor an der Harward Business School, in der der «New York Times» zitiert. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.01.2010, 15:37 Uhr
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.





