Mickrige 23 Cent gewonnen
Von Matthias Chapman, Simon Schmid. Aktualisiert am 21.09.2012 113 Kommentare
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
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22:00 Uhr - Schluss
Am ersten Handelstag hat sich die Facebook-Aktie nicht als zuverlässiger Wert präsentiert. Das Papier notiert zum Schluss bei 38,23 Dollar – gerade einmal 0,61 Prozent über dem Ausgabekurs.
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21:43 Uhr - Aktie zurück auf «Los»
38,02 Dollar: Gerade mal zwei Cents über dem Ausgabepreis notiert die Facebook-Aktie gegenwärtig. Dem Vernehmen nach müssen die Emissionsbanken aktuell tief in die Tasche greifen, um die Aktie am ersten Handelstag nicht ins Minus stürzen zu lassen.
Kritik wird laut an deer Technologiebörse Nasdaq: In der ersten Phase des IPO war es nicht gelungen, die Order von Käufern und Verkäufern miteinander in Einklang zu bringen. Noch jetzt scheinen einige Händler nicht zu wissen, zu welchen Preisen sie das Papier wirklich gekauft haben.
Die Entscheidung, den Preis auf 38 Dollar anzusetzen, gerät nun unter Kritik: Ohne Eingriffe läge der aktuelle Kurs sehr wahrscheinlich bereits unter dieser Marke. Am ersten Handelstag ins Minus zu geraten, macht sich für einen IPO nicht gerade gut.
Übertrug sich der Hype um die Facebook-Aktie, die unter Anlegern auf der ganzen Welt ausbrach, am Ende auch auf die Verantwortlichen für den Börsengang? -
21:40 Uhr - Zuckerbergs Quote des Tages
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat den Börsengang seines Unternehmens als «wichtigen Meilenstein in unserer Geschichte» bezeichnet. «Es sieht jetzt nach einer grossen Sache aus», sagte er wenige Stunden nach Beginn des Handels mit Facebook-Aktien an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq.
«Aber hier ist der Punkt: Unsere Mission ist nicht, eine börsennotierte Firma zu sein. Unsere Mission ist, unsere Welt offener zu machen und stärker miteinander zu vernetzen.»
Zuckerberg lobte seine Mitarbeiter: «In den vergangenen acht Jahren habt ihr die grösste Community in der Geschichte der Welt aufgebaut. Ihr habt erstaunliche Dinge getan, von denen wir nie geträumt hätten, und ich kann es nicht erwarten, mit euch weiter nach vorn zu schreiten.» (sda) -
21:35 Uhr - Milliardenklage
Am Tag des Börsengangs ist Facebook eine Klage über 15 Milliarden Dollar ins Haus geflattert. Nutzer werfen dem sozialen Netzwerk vor, ihre Spuren im Internet aufgezeichnet zu haben - selbst nachdem sie die Facebook-Website geschlossen hätten.
Selbst für Facebook wären 15 Milliarden Dollar viel Geld. Nach dem Börsendebüt ist das Unternehmen insgesamt rund 115 Milliarden Dollar wert.
Die Höhe der Forderung erklärt sich dadurch, dass es sich um eine der gefürchteten Sammelklagen handelt. Pro Tag und Nutzer verlangen die Kläger 100 Dollar als Wiedergutmachung und Strafe, bis zu 10'000 Dollar pro Person. Hinzu kommen die Kosten für Experten und Anwälte. (SDA) -
21:23 Uhr - Kurstaucher kurz vor Schluss
Bald wird der Handel in der Nasdaq eingestellt. Für die Facebook-Aktie kann der Handelsschluss keinen Moment zu früh kommen. Aktuell steht der Kurs bei 38.10 Dollar - nur gerade 10 Cent über dem Ausgabekurs! Offenbar wollen einige Investoren ihre Papiere noch vor dem Wochenende loswerden.
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21:00 Uhr - Kommentar
Die «Frankfurter Allgemeine» blickt kritisch auf den Börsengang von Facebook. Hier der Kommentar im Wortlaut:
Eine Milliarde Nutzer können irren. Hundert Milliarden Dollar Börsenwert können täuschen. Über den wahren Wert des Unternehmens Facebook, das jetzt für den Moment teurer ist als Adidas, BMW und Deutsche Bank zusammen, sagen diese Zahlen nicht viel.
Sie bedeuten freilich auch kein abwertendes Urteil über eine ganze Generation, die das Bewerten liebt («Gefällt mir») und die ein «soziales Netzwerk» im Internet braucht, damit sich Leute miteinander «verbinden». Denn das Netz und seine Werke sind erst einmal Mittel der Verständigung. Das «Gesichtsbuch» hilft bei Revolutionen, Saufgelagen und beim Blockieren von Innenstädten. Doch auch von einem amerikanischen Internet-Giganten darf man erwarten, dass er sich nicht nur an seine eigenen Regeln hält. (SDA) -
20:40 Uhr - Glückliches Kalifornien
Zu den Gewinnern des Facebook-IPO zählt der Bundesstaat Kalifornien. Die Privatpersonen, die heute an der Börse reich geworden sind, werden dem kalifornischen Fiskus laut Angaben von «Bloomberg» zwischen 1,6 und 2,6 Milliarden an Steuern abliefern.
Dieses Geld kann Kalifornien gut gebrauchen. Wie Grouverneur Jerry Brown kürzlich bekannt gab, fehlen dem Gliedstaat dieses Jahr über 15 Milliarden US-Dollar Einnahmen, um die Ausgaben zu decken. -
20:15 Uhr - Kleinanleger über den Tisch gezogen?
Es sollen vor allem Hedgefonds gewesen sein, welche die Facebook-Aktie kurz nach Handelsbeginn verkauft hatten. «Kein Kleinanleger hat heute seine Aktie verkauft», sagt ein Analyst zum TV-Sender CNBC. Für Grossinvestoren würde das bedeuten, dass sie im Vergleich zum Einsandspreis von 38 Dollar trotzdem einen Gewinn gemacht haben.
Kleinanleger, die das Papier im IPO erworben haben, könnten jedoch bald ein böses Erwachen erleben. Wallstreet-Analyst Brian Wieser ist gemäss CNBC der erste, der heute eine «Sell»-Empfehlung für Facebook ausgegeben hat. Sein Fazit: «Ich mag das Unternehmen, aber nicht die Aktie.»
Zu viele Risiken seien vorhanden, als dass der aktuelle Preis gerechtfertigt sei. Seine Einschätzung würde der Analyst auf «Hold» ändern, sobald der Kurs bei 30 Dollar angelangt sei. Auch andere Stimmen sehen das ähnlich: Facebook wurde «overhyped», deshalb hätten Kleinanleger das Papier ohne Rücksicht auf den hohen Preis kaufen wollen.
Aktuell liegt der Kurs wieder bei 40.30 Dollar, nachdem er zeitweise bis knapp 42 Dollar gestiegen war. -
20:00 Uhr - der Blick auf die Märkte
Facebook musste sich bei seinem Börsengang in schwierigem Marktumfeld behaupten. Dies war im Vorfeld bereits bekannt. Hauptursache ist die Eurokrise mit dem Fokus Griechenland.
Der Euro notiert im Tagesverlauf nahezu unverändert in der Nähe des Jahrestiefs, aktuell steht er bei 1,2716 Dollar. Der Dow Jones gibt bis um 20:00 Uhr 0.38 Prozent nach, ähnlich geht es dem Nasdaq. Er verliert 0,55 Prozent.
Während dem Börsengang von Facebook haben zahlreiche Technologietitel an Wert verloren. Groupon verlor bis um 20:00 Schweizer Zeit 5,6 Prozent. Der Handel mit Zynga musste zeitweise ausgesetzt werden und verlor 8,5 Prozent. Yelp gab 7,0 Prozent nach.
Eine Ausnahme ist der Suchdienst Yahoo! Die Aktie gewann heute 5 Prozent an Wert dazu. -
19:50 Uhr - Bono «nicht der Reichste»?
Auch Bono, Sänger der Rockgruppe U2, hat am Börsengang von Facebook mitverdient. Gemäss Medienberichten besitzt Bono 2,3 Prozent der Facebook-Aktien. Damit wäre er ebenfalls Milliardär.
Ein Reporter der «Washington Times» fing den Rockstar beim Aussteigen aus seinem Auto ab und sprach ihn darauf an, dass er nun wohl der reichste Entertainer der Welt sei. Bonos Antwort: «Ich glaube nicht, dass das stimmt.» -
19:37 Uhr - 1,23 Mia. für Zuckerberg
In der letzten halben Stunde gab es wenig Veränderungen. Der Kurs pendelt sich langsam aber sicher bei knapp 41 US-Dollar ein.
Damit lässt sich auch CEO Mark Zuckerbergs neuer Ertrag berechnen. Im Vorfeld wurde bekannt, dass der «Kid Billionaire» 30 Millionen Aktien beim IPO verkauft. Das ergibt im Total die hübsche Summe von 1,23 Milliarden Dollar.
Gemäss «Bloomberg» gehört Zuckerberg nun zu den 25 reichsten Menschen der Welt. Bei der «Sozialen Mission», wie Zuckerberg sein Unternehmen auch nennt, bleibt er grösster Aktionär. Aufgrund von Arrangements mit anderen Aktionären behält er auch 56 Prozent der Stimmenanteile. -
19:17 - Video
Der Börsengang in der Zusammenfassung (Keystone TV).
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18:35 Uhr
Der Retail-Anteil am Facebook-IPO liegt laut «CNBC» bei etwas über 20 Prozent. Dieser Wert sei vergleichsweise hoch: Offenbar haben Kleinanleger doch einige Aktien kaufen können.
Korrespondenten des Senders berichten, dass auch institutionelle Investoren mehr Aktien als erwartet erhielten. Das bedeutet, dass sich das Interesse beim Ausgabepreis von 38 Dollar in Grenzen hielt. Weil einige Anleger mehr Aktien erhielten als sie eigentlich wollten, wurden in den ersten Handelsminuten auch viele Papiere verkauft. -
18:14 Uhr
Es gibt eine neue Theorie zum Kurseinbruch auf 38 Dollar. Ausbleibende Reports vom Nasdaq-System sollen laut Analysten dazu geführt haben, dass Händler nicht mehr wussten, zu welchen Preisen sie nun gekauft und verkauft hatten – eine ziemlich erstaunliche Tatsache. In der Folge wurden zeitweise keine neuen Order mehr platziert.
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Börsenchart
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18:05 Uhr
Trotzdem ein Erfolg? Analysten beim TV-Sender «CNBC» sind der Ansicht, dass der IPO trotz ausgebliebenem Kursfeuerwerk bisher gut gelaufen ist. 16 Milliarden Dollar an Geldflüssen zu koordinieren sei nicht einfach, sagen sie. Immerhin. Mit dem Ausgabepreis von 38 Dollar sei das Hauptziel – Käufer und Verkäufer bei einem fairen Preis zusammenzubringen – eigentlich geschafft worden.
Inzwischen steht der Preis wieder bei etwas über 40 Dollar. -
17:52 Uhr
Der Handel mit Zynga (trägt 12 Prozent zum Facebook-Umsatz bei) ist offenbar ausgesetzt. Die Aktie des Spielherstellers, der viele Spiele für Facebook herstellt, verlor nach dem Facebook-Start über 13 Prozent. Ein sogenannter Circuit Breaker hat offenbar eingesetzt und den Handel unterbrochen.
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17:51 Uhr
Facebook ist zurück auf «Start»! Der Preis steht nun bei 38.01 US-Dollar. Der Börsengang könnte für Facebook zum Debakel werden. Hat sich Zuckerberg überschätzt?
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17:41 Uhr
Der Kurs sinkt – aber nicht unter 40.00 Dollar. Offenbar stützt jemand den Kurs, damit die Aktie nicht unter den Ausgabenkurs fällt. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass die technische Abwicklung der Trades zu diesem verhaltenen Start führt.
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17:38 Uhr
Verhaltener Start: Nach einigen Minuten Handel sinkt die Facebook-Aktie von 42 auf 40 US-Dollar. Der Ausgabepreis, zu dem grosse Hedge Funds und Investoren das Papier gekauft hatten, betrug 38 Dollar. Das erwartete Kursfeuerwerk ist damit – zumindest in den ersten Minuten – noch ausgeblieben.
In den ersten vier Minuten sind gemäss «Bloomberg» 100 Millionen Aktien gehandelt worden. Zum Vergleich: Bei Google im Jahr 2004 waren es rund 2 Millionen. -
17:33 Uhr - Es geht los
Der «Print» – das erste Handelsergebnis – von Facebook liegt bei 42.05 US-Dollar. Nach erheblichen Verzögerungen begann der Handel mit Facebook-Aktien erst um 17:30 Uhr. Begonnen hätte um 17:00 Uhr werden sollen.
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17:15 Uhr - Kleinanleger das Problem?
Laut einer Meldung von «Bloomberg» könnten auch technische Probleme für die Verzögerungen verantwortlich sein. Angeblich seien extrem viele Orders von Kleinanlegern eingegangen, berichtet das Portal.
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17:00 Uhr - Verspätung
An der Nasdaq verzögert sich der Facebook-Handel. Laut Bloomberg beginnt der Handel um 17:05 Uhr. Allerdings könnte es bis zu einer Viertelstunde gehen, bis der Handel freigegeben wird. Die Börse gibt den Händlern noch mehr Zeit für Kaufs- und Verkaufsangebote.
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16:45 Uhr - News aus dem Vorbörsenhandel
Zwischenzeitlich wurden Facebook-Papiere im vorbörslichen Handel in Frankfurt zu Preisen zwischen 55 und 57 Euro (rund 70 Dollars) gehandelt. Übernimmt die Nasdaq diese Preise, so würde sich der Preis der Facebook-Aktie (Ausgabepreis: 38 Dollar) knapp verdoppeln.
Update (16:55 Uhr): Der Handelspreis sinkt leicht und steht nun zwischen 51 und 54 Euro (ca. 67 Dollar). Laut den CNN-Analysten rechnet der Mark mit einem Einstiegspreis von 45 US-Dollar. In der Minutenfrist nähert sich nun auch der Vorbörsenprseis diesem Wert an. -
16:15 Uhr - Volatile Zeiten stehen bevor
Wird die Facebook-Aktie stetig steigen? Oder steht eine Berg- und Talfahrt ähnlich wie bei Groupon bevor (siehe Bild)? Für das Facebook-Papier spricht die schiere Grösse des Unternehmens, bzw. die Anzahl User der Plattform (900 Millionen).
Gemäss dem Online-Wettportal Intrade dürfte die Facebook-Aktie am ersten Handelstag von 38 Dollar auf über 45 Dollar steigen. Eine Twitter-Umfrage bei facebookipodayclosingprice.com ergab eine Vorhersage von 54 Dollar.
Was danach geschieht, weiss niemand. Investoren, die Kursgewinne in Gewinne ummünzen wollen, werden in den Tagen und Monaten wohl Druck auf den Kurs erzeugen, schreibt etwa «Financial Times». -
Die Dotcoms im Aktienvergleich
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15:30 Uhr
Im kalifornischen Menlo läutet Facebook-CEO Mark Zuckerberg den Handel an der Technologiebörse Nasdaq ein. Nun sind es noch 90 Minuten bis zum Handelsstart der Facebook-Aktien.
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Auf dem Web entdeckt
«CNN Money» porträtiert Mark Zuckerbergs Werdegang seit 2003.
Die «New York Times» zeigt eine interaktive Visualisierung aller Dotcom-Firmen – hübsch anzusehen.
«Allfacebook.de» präsentiert einige interessante Grafiken zum Börsengang. Zum Beispiel: Wie viel Umsatz Facebook in Asien, in den USA, in Europa pro Nutzer generiert. -
Die grossen Dotcom-IPOs im Vergleich
Neue Dimensionen: Facebook wird heute rund zehnmal mehr Einnahmen mit dem Börsengang erzielen als es Google im jahr 2004 gelang. Beim bisher grössten IPO von Dotcom-Firmen nahm Google rund 1,6 Milliarden Dollar ein.
Von den drei grossen Dotcom-Firmen, die im Jahr 2011 an die Börse gingen, vermochte einzig das soziale Netzwerk Linkedin den Aktienkurs zu halten oder zu steigern. Ein gutes Omen? Anleger, die bei Handelsbeginn in Zynga und Groupon investierten, stehen heute mit Verlusten da. -
14:30 Uhr - Angst vor dem Flash-Crash
Der Facebook-Börsengang birgt nicht nur für die Anleger Risiken. Auch beim Börsenbetreiber Nasdaq schaut man ganz genau auf die ersten Minuten des Handels. Und bei der Regulationsbehörde Financial Industry Regulatory Authority (Finra) wird die Nervosität genauso gross sein. Hintergrund: Der Börsengang der Internet-Plattform Zillow vom letzten Herbst wurde zur Bonanza. In den ersten Handelstagen schoss der Kurs zwischen 20 und 60 Dollar hin und her. Solches soll heute nicht geschehen.
Dafür hat die Finra 4400 Aktienhändler angehalten, vor Börsendebut keine Aufträge ohne Limiten anzunehmen. Solche könnten nämlich zu wilden Kurssprüngen führen. Das ist nur die wichtigste von mehreren Regeln, welche Aktienhändler bei Börsenstarts beachten müssen. Auf Abnormalitäten im Börsenhandel wurde die Finra bereits nach dem sogenannten Flash-Crash vom 6. Mai 2010 aufmerksam. Damals verlor der gesamte Dow Jones-Index innert Sekunden fast 10 Prozent.
Für heute wird damit gerechnet, dass bis zu eine Milliarde Facebook-Aktien den Besitzer wechseln. Im Schnitt sind es täglich 6,77 Milliarden Aktien, die täglich gehandelt werden. -
13:55 Uhr - Wo steht die Aktie bei Börsenschluss?
Nur noch drei Stunden bis zum Börsenstart von Facebook. Auf den amerikanischen Business-TV-Sender geht das Rätselraten zum heutigen Kursverlauf der Facebook-Aktie los. Alles scheint möglich, von einem Kursrückgang bis zur Verdoppelung des Kurses. John Chachas zum Beispiel, ein früherer Banker (auch bei Credit Suisse), gibt auf Bloomberg seine Prognose zum Besten (siehe Bild). Demnach soll die Aktien heute bei 45 Dollar schliessen – genau gleich, wie Ende 2012. Bald sind wir schlauer.
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13:20 Uhr - Erheiterndes und Interessantes auf Twitter
Harald Schmidt ?@BonitoTV (ist ein Fake-Account aber dennoch witzig)
«Facebook ist wie Griechenland, Millionen Menschen aber kein Geschäftsmodell»
Holger Zschaepitz ?@Schuldensuehner
Für alle New-Economy-Nostalgiker: #FACEBOOK-AKTIEN KÖNNEN AB 15.30H IN FRANKFURT GEHANDELT WERDEN
Handelsblatt ?@handelsblatt
Bis 12 Uhr können Sie noch beim #facebookguess mitspielen. Die meisten, die bislang getippt haben, rechnen mit kräftigen Aufschlägen.
Holger Zschaepitz ?@Schuldensuehner
Deutsche Anleger können mit Optionsscheinen auf #Facebook-Börsendebüt zocken. Brokerhaus L&S etwa hat 4 Call-Scheine und 2 Puts im Programm. -
13:10 Uhr - Zuckerberg definitiv nicht in New York
Soeben hat Facebook eine Meldung herausgegeben, wonach Mark Zuckerberg die Eröffnungszeremonie vom Hauptsitz in Menlo Park aus einläuten werde.
«Facebook will ring The NASDAQ Stock Market Opening Bell remotely from their headquarters in Menlo Park, California in celebration of their initial public offering (IPO) which will take place today, Friday, May 18, 2012 on The NASDAQ Global Select Market. Facebook will begin trading under the ticker symbol "FB". (...) In honor of the occasion, Facebook Founder and CEO, Mark Zuckerberg will ring the Opening Bell. (...)
Where: Facebook Headquarters in Menlo Park. The event will be closed to the press.» -
12:45 Uhr - die Korrespondenten-Stimme aus New York
Der Big Apple wacht auf, es dauert noch rund vier Stunden, bis die Facebook-Aktien erstmals an der Börse gehandelt werden. «Es rechnet kaum jemand damit, dass Mark Zuckerberg doch noch in New York auftaucht», sagt Bernerzeitung.ch/Newsnet-Korrespondent Lars Halter (der auch für N-TV berichtet) in New York. Der Facebook-Gründer würde den Handel per Knopfdruck von Kalifornien aus starten. «Zuckerberg hat keine Lust auf dieses Theater», sagt Halter.
Für die Investoren kommt das einer Klatsche ins Gesicht gleich, glaubt der Journalist. «Zuckerberg kontrolliert noch immer mehr als die Hälfte der Aktien, bestimmt im Alleingang über das Schicksal des Unternehmens – und will sich dennoch nicht seinen Aktionären zeigen. Das ist schon seltsam.»
Zwar sei das Szenario einer ferngesteuerten Eröffnung des Handels bekannt – es geschah auch schon vom WEF in Davos aus. Dennoch dürften die Investoren über die Abwesenheit Zuckerbergs nicht besonders erfreut sein. Immerhin: «Irgendwelche Leute von Facebook werden sicher an der Nasdaq sein, und sei es nur zum Fototermin.» Aber zu sehen gibt es an der Nasdaq wenig, der Handel läuft komplett elektronisch ab.
Halter berichtet, wie Jens Korte, vom Parketthandel der New York Stock Exchange (NYSE) aus. «Man ist sich im klaren, dass Facebook die momentane Börsenstimmung nicht verändern kann.» Was den Handelsstart des Internetunternehmens anbelangt, dazu zitiert Halter aus jüngsten Umfragen. «Laut einer Umfrage, deren Resultate gestern Abend bekannt wurden, glauben 75 Prozent der Investoren heute an deutlich steigende Kurse. 10 Prozent erwarten sogar eine Verdoppelung des Aktienkurses am ersten Tag.»
Dass in der Nacht der Termin für den Handelseinstieg auf 11 Uhr (Ortszeit/New York) festgelegt wurde – offiziell startet der Börsenhandel um 9.30 Uhr (15.30 Uhr MESZ) – wundert Halter nicht. «Das ist normal bei so grossen Börsengängen.» Und für den Facebook-Börsengang gab es nun mal ein riesige Interesse. Und noch was: «Es kann seine Zeit dauern, bis der erste Kurs feststeht.» -
11:50 Uhr - Kommt Zuckerberg nach New York oder kommt er nicht?
Im Big Apple steigt heute die grosse Börsenparty mit dem Handelsstart von Facebook um 17 Uhr MESZ. In der Regel kommen die Chefs der Konzerne für diesen wichtigen Moment in der Firmengeschichte an die Börse, um symbolisch mit der Glocke den Handel einzuläuten. Bei Zuckerberg wird das vermutlich nicht so sein – sollte er sich nicht noch in letzter Sekunde dafür entscheiden. Schon bei der sogenannten Roadshow von vorletzter Woche zeigte sich der Facebook-Gründer in New York äusserst zurückhaltend. Es kursiert sogar die Geschichte, wonach er die Besucher einer Präsentation mit dem Verweis, er sei auf der Toilette, warten liess.
Laut Medienberichten wird Zuckerberg heute vom Facebook-Hauptsitz in Menlo Park die Glocke für den Handelsstart läuten. Nach New York wird er eine Delegation entsenden. -
11.10 Uhr - das sagt der IPO-Experte
Ist das derzeitig schlechte Marktumfeld belastend für den Börsengang von Facebook? Und, warum startet der Handel erst eineinhalb Stunden nach Börsenstart? IPO-Experte Andreas Neumann von der ZKB nimmt Stellung:
Zum Börsenumfeld:
«Für den ersten Börsentag wünschte man sich im Allgemeinen ein besseres Börsenumfeld. Gerade bei Small- und Midcaps ist das besonders wichtig. Bei Facebook muss man aber sagen, der Fall ist so speziell – und gross, dass eine Beeinflussung kurzfristig wohl kaum stattfindet.»
Wird die Sache wackelig?
«Die Aktien sind gezeichnet, es ist nicht anzunehmen, dass die Anleger jetzt noch schnell 'aussteigen'. Man darf somit davon auszugehen, dass der Facebook-Börsengang keine 'wackelige' Angelegenheit wird. Dies könnte sich dann ändern, wenn der Bookbuilding-Prozess noch mehrere Tage anhielte und die Märkte sich weiter verschlechtern.»
Zum verspäteten Start an der Börse:
«Bei IPOs an der NASDAQ ist es üblich, dass der Handel eine Stunde später startet. Vermutlich aufgrund der Grösse des Facebook-IPOs hat man diese Frist auf 1 ½ Stunden verlängert. Es muss sichergestellt sein, dass die Aktien auch wirklich den Investoren rechtzeitig zugeteilt sind. Sonst könnten Anleger nach Handelsbeginn noch aussteigen (wollen), wenn sie sehen, dass die Titel unter dem Ausgabepreis starten.» -
10:40 Uhr - so war es bei Google
Analyst Richard Nunn von Charles Stanley Securities sagte am Morgen auf Bloomberg-TV, er erwarte die Facebook-Aktie in drei Jahren bei 100 Dollar. Damit mag er Erstaunen auslösen. Nunn verwies auf die Entwicklung bei Google. Tatsächlich: Der Internetriese ging im August 2004 an die Börse. Der Ausgabepreis betrug damals 85 Dollar. Heute liegt der Preis der Google-Aktie bei 623 Dollar (siehe Grafik). Das Papier war auch schon mal über 700 Dollar wert. Das war im Jahr 2007.
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10:15 Uhr - der falsche Tag?
In der Regel warten Unternehmen ein gutes Umfeld für Börsengänge ab. Es soll ja schliesslich ein Erfolg werden, sprich der Kurs sollte ansteigen. Anderfalls vergrault man die Anleger. Gerade jetzt aber spielen die Märkte verrückt. Der Dow Jones befindet sich seit Tagen im Sinkflug, in Europa grassiert die Staatsschuldenkrise und die Aktien testen Tiefstkurse.
Der Nikkei verlor heute fast drei Prozent, auch Europas Börsen eröffneten mit Verlusten. Die Angst geht um, Griechenland könnte demnächst pleite sein. Ein schlechter Tag also für den Facebook-Börsengang? Lesen Sie hier die Meinung von ZKB-IPO-Experte Andreas Neumann in wenigen Minuten. -
9:50 Uhr - Was die Banken am Börsengang verdienen
Laut einem Bericht von Bloomberg sollen die Banken, die den Börsengang von Facebook durchführen insgesamt 176 Millionen Dollar am IPO des Internetunternehmens verdienen. Angeführt von Morgan Stanley sind insgesamt weltweit 33 Finanzinstitute beteiligt, darunter die Credit Suisse. Wie es weiter heisst, sollen die Banken eine deutlich tiefere Gebühr als üblich für IPOs akzeptiert haben, nämlich 1,1 Prozent. Normalerweise beträgt dieser Wert um drei Prozent. In einem früheren Interview mit Bernerzeitung.ch/Newsnet erklärte ZKB-IPO-Experte Andreas Neumann, bei Börsengängen würden die Banken zwischen drei und fünf Prozent an Gebühren einziehen.
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9:00 Uhr - Tagesthema bei den TV-Stationen
In Europa bereiten sich die Business-TV-Stationen auf den Facebook-Börsengang vor. Bloomberg hat mehrere Analysten ins Londoner Studio geladen. Einer von ihnen ist Richard Nunn von Charles Stanley Securities. «Ich würde die Aktie jetzt kaufen», so Nunn. Er erwartet, dass sich das Unternehmen in den nächsten drei Jahren weiter stark entwickelt. Und: «Der Kurs wird auf 100 Dollar steigen.» Diese Meinung teilen bei weitem nicht alle Branchenkollegen. Nunn verweist bei seiner Prognose auf die Kursentwicklung bei Google.
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Ausgangslage
Es wird der grösste Börsengang der Internetgeschichte und einer der grössten in der Wirtschaftsgeschichte überhaupt. 16 Milliarden spült das Facebook-IPO dem Unternehmen in die Kasse. Wenn im Rahmen der Transaktion zusätzliche Aktien verkauft werden, um die Nachfrage zu decken, könnte Facebook gar bis zu 18,4 Milliarden Dollar mit seinem Börsengang einsammeln. Insgesamt wird das Unternehmen mit 104 Milliarden Dollar bewertet.
Die Aktie wird heute – voraussichtlich um 17 Uhr – erstmals an der US-Technologiebörse Nasdaq mit dem Kürzel «FB» gehandelt. Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg wird von der Konzernzentrale aus die Eröffnungsglocke zur Handelssitzung läuten.
Auf die starke Nachfrage nach Aktien hatte Facebook in den letzten Tagen reagiert: Der Internetkonzern bot ein Viertel mehr Anteilsscheine an als bislang geplant. Die 421 Millionen Aktien sind 84 Millionen mehr als bisher angestrebt. Zudem wurde die Preisspanne für die Titel von 28 bis 35 Dollar je Papier auf 34 bis 38 Dollar angehoben – und letztlich bei 38 Dollar festgelegt.
Erstellt: 18.05.2012, 09:25 Uhr
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113 Kommentare
Ein Gang an die Börse ist immer falsch. Man setzt sein Unternehmen einem unkontrollierbaren Schwarm von Menschen mit vagbundierendem Kapital aus. (vagabundierendes Kapital = Kapital, das nicht weiss, wo es seine lebensnotwendige Rendite her holen soll) - Man sollte sein Geld in eine vernünftig funktionierende Gesellschaft investieren. Antworten
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