Wirtschaft

«Man hat mich verflucht»

Hans J. Bär hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, nachdem er von der Bankbranche als «Verräter» verstossen wurde. Er hat damals das Bankgeheimnis kritisiert. Heute meint er: «Jetzt kommt es so, wie ich sagte».

Auch bürgerliche Politikern hatten Hans J. Bär 2004 heftig angegriffen. Dies, weil er in seiner Biografie schrieb, das Bankgeheimnis mache «fett, aber impotent». Jetzt tritt der Ehrenpräsident der Bank Julius Bär in der Zeitung «Sonntag» erstmals wieder an die Öffentlichkeit. «Wissen Sie, man hat mich verflucht, als ich mich kritisch zum Bankgeheimnis äusserte. Ich hatte genug, deshalb habe ich in der Öffentlichkeit nichts mehr gesagt», sagt Hans J. Bär.

2004 hat ihn sogar Finanzminister Hans-Rudolf Merz (FDP) gemassregelt: «Herr Bär ist relativ einsam. Das Bankkundengeheimnis darf man nicht in einen ethischen Zusammenhang stellen», sagte Merz. Doch diese Woche hat Merz' FDP mit einer Weissgeldstrategie selber Abschied vom Bankgeheimnis genommen. Hans J. Bär erfüllt dies mit Genugtuung: «Ausnahmsweise ist die FDP hier einmal auf dem richtigen Weg», kommentiert Hans J. Bär den Positionswechsel der Freisinnigen. «Es kommt so, wie ich damals sagte.»

«...dann kommts nicht gut»

Allzulange sei es mit gewissen Politikern und Banken gewesen «wie mit einem Autofabrikanten, der seit Jahrzehnten blaue Autos produzieren, obwohl sie längst nicht mehr in Mode sind. Aber er produziert und produziert sie weiter.»

Jetzt, wo das Bankgeheimnis Monat für Monat undichter wird, zeigt sich nach Meinung von Bär, wie gut die Schweizer Banken wirklich sind. «Wenn sie sonst nichts anderes können, dann kommts nicht gut. Das wird sich nun weisen», meint Bär.

(bru)

Erstellt: 14.03.2010, 12:44 Uhr

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokale Suche

Marktplatz

Emil Frey AG Autocenter Bern

Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.