Wirtschaft

Lehman Brothers wird wiedergeboren

Anderthalb Jahre nach ihrem Kollaps gründet der Insolvenzverwalter die amerikanische Investmentbank neu – und nennt bereits jetzt ihren künftigen Namen.

Wird künftig LAMCO heissen: Lehman, hier der frühere Sitz in Tokio.

Wird künftig LAMCO heissen: Lehman, hier der frühere Sitz in Tokio.
Bild: Reuters

Anderthalb Jahre nach dem folgenschweren Zusammenbruch der Lehman-Bank will das US-Finanzinstitut das Insolvenzverfahren abschliessen und sich neu gründen. Insolvenzverwalter Bryan Marsal legte am Montag beim New Yorker Insolvenzgericht einen entsprechenden Plan vor.

Dieser beinhalte «eine faire wirtschaftliche Lösung für alle Lehman-Gläubiger», erklärte Marsal. Es werde versucht, «unnötige, ausgedehnte und teuere Rechtsverfahren» zu vermeiden, die die Rückzahlungen an die Lehman-Gläubiger erschweren könnten.

Ein Teil der Forderungen abgeschrieben

Der Plan dürfte Streit unter den Gläubigern allerdings nicht verhindern. Schliesslich werden an Lehman Forderungen in Höhe von 875 Milliarden Dollar gestellt. Ein Grossteil davon dürfte bei der Neu-Organisation von Lehman abgeschrieben werden.

Das aus Lehman hervorgehende neue Finanzinstitut soll dem Plan zufolge LAMCO heissen. Es soll sich vor allem auf Geschäftsimmobilien und Wohnungshypotheken spezialisieren. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 hatte eine weltweite Finanzkrise ausgelöst. (oku/sda/)

Erstellt: 16.03.2010, 09:19 Uhr


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