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Kronzeuge Birkenfeld will Beweise gegen Kurer und Co. haben

Aktualisiert am 20.08.2009

Der frühere UBS-Mitarbeiter Bradley Birkenfeld sinnt auf Rache. Kurz vor seinem Prozess bietet er der Schweiz Dokumente an, die Peter Kurer und andere ehemalige Topmanager der Grossbank angeblich schwer belasten.

Mit «blinder Arroganz» vorgegangen: Happige Vorwürfe von Bradley Birkenfeld an die ehemaligen UBS-Chefs Raoul Weil, Peter Kurer und Martin Liechti.

Mit «blinder Arroganz» vorgegangen: Happige Vorwürfe von Bradley Birkenfeld an die ehemaligen UBS-Chefs Raoul Weil, Peter Kurer und Martin Liechti.
Bild: Keystone

30 Monate Haft drohen dem ehemaligen UBS-Kundenberater Bradley Birkenfeld: Morgen wird der Richter das Strafmass verkünden. Birkenfeld, der die UBS mit seinen Aussagen schwer belastete und die UBS-Affäre ins Rollen brachte, sieht sich jedoch in der Rolle des Bauernopfers – während die in seinen Augen verantwortlichen Topmanager der Grossbank ungescholten wegkommen. Nun will er Beweismaterial – angeblich belastende E-Mails – der Zürcher Staatsanwaltschaft zukommen lassen, wie die Westschweizer Zeitung «Le Temps» schreibt.

«Wie kann es sein, dass die UBS, Raoul Weil, Martin Liechti und Peter Kurer davonkommen, während ich der einzige bin, der verurteilt wird?», fragt sich Birkenfeld. Der frühere Verwaltungsratspräsident Peter Kurer und die Topmanager Raoul Weil und Martin Liechti hätten gewusst, dass UBS-Mitarbeiter in den USA reichen Amerikanern systematisch bei der Steuerflucht geholfen haben. Sie seien dabei mit «blinder Arroganz» und dem Gefühl, nicht belangt werden zu können, vorgegangen. Liechti wurde zwar verhaftet, doch die US-Behörden liessen ihn wieder frei. Auch Weil ist auf freiem Fuss: Obwohl in den USA angeklagt, lebt er unbehelligt in der Schweiz.

Levrat soll brisante Dokumente erhalten

«Diese Leute haben das Bankgeheimnis kaputtgemacht», sagt Birkenfeld. Gegenüber «Le Temps» hat er sich bereits erklärt, das Beweismaterial an eine «öffentliche Person» zu übergeben: Er hat dabei den Namen von SP-Chef Christoph Levrat erwähnt, der eine Klage gegen Kurer und Marcel Ospel eingereicht hat. (cha)

Erstellt: 20.08.2009, 17:09 Uhr

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