Wirtschaft

Korrupter Präsident? Baloise-Gruppe weist Vorwürfe zurück

Die Baloise-Gruppe erklärt Korruptionsvorwürfe gegen ihren Verwaltungsratspräsidenten Rolf Schäuble kategorisch für haltlos. Und leitet rechtliche Schritte ein.

Rechtstreit vor der Tür: Der Hauptsitz der Baloise.

Rechtstreit vor der Tür: Der Hauptsitz der Baloise. (Bild: Keystone)

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Am Mittwoch war ein Bericht aufgetaucht, wonach sich Schäuble im Zusammenhang mit dem Verkauf von Beteiligungen in Italien 1997 mit einer Million Franken bereichert haben soll. In der Handelszeitung wurde publiziert, dass gegen Schäuble eine Strafanzeige erstattet worden sei.

«Wir gehen mit aller Kraft gegen die Anschuldigungen vor», sagte Konzernchef Martin Strobel am Donnerstag vor den Medien in Basel. Sie entbehrten jeder Grundlage. Die Baloise und Schäuble würden rechtliche Schritte einleiten und die Vorwürfe extern prüfen lassen.

Auflösung eine Partnerschaft

Auch zu den organisatorischen Altlasten in Deutschland musste sich Strobel äussern. Die bisherige Zwangspartnerschaft der beiden Töchter Deutscher Ring Sach und Leben mit dem Versicherer Deutscher Ring Kranken, der nicht Baloise gehört und mit dem Versicherer Signal Iduna zusammenarbeitet, werde nun zügig aufgehoben.

«Alle Seiten sind daran interessiert, dass die Gespräche vorangehen», so der Baloise-Chef. Die Mitarbeiter zwischen den Baloise-Töchtern und Deutscher Ring Kranken aufzuteilen, sei relativ einfach. Komplizierter werde es bei der Trennung der Informatik. Dort müsse zusätzlich investiert werden. (raa/sda/)

Erstellt: 18.03.2010, 16:41 Uhr

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