Wirtschaft

Kahlschlag bei Schaeffler

Beim deutschen Autozulieferer sollen nach Angaben der Gewerkschaften allein in Deutschland 4500 Stellen gestrichen werden.

Das Umbaukonzept des Konzerns sehe vor, die Personalkosten in Deutschland um 250 Millionen Euro zu senken, teilten Gesamtbetriebsrat und IG Metall am Mittwoch mit. Die Gewerkschaft kritisierte den Personalabbau als falsche Antwort auf die Herausforderungen. «Betriebsräte und die IG Metall werden sich mit allen rechtlichen und gewerkschaftlichen Mitteln gegen den geplanten Personalabbau wehren», hiess es in der Erklärung.

Familienunternehmen am Abgrund

Das Familienunternehmen von Maria-Elisabeth Schaeffler und ihrem Sohn Georg ist schwer verschuldet. Geschätzte 22 Milliarden Euro fehlen laut deutschen Medienberichten. «Bei Schaeffler brennt es lichterloh», zitiert Reuters jüngst einen Banker.

Die Misere haben Mutter und Sohn Schaeffler zu einem Grossteil mitverschuldet: Sie kauften im Sommer zunächst ein gutes Drittel und schliesslich für zehn Milliarden Euro 90 Prozent an dem dreimal grösseren Pneuhersteller Continental. Im Januar ersuchte die Familie um Hilfe vom Staat – sie hatte sich mit Continental hoffnungslos übernommen. Schaefflers Verhalten hat ihr die deutsche Öffentlichkeit nicht verziehen: Die Medien stilisierten sie zur arroganten Milliardärin «im Nerzmantel», die jetzt nach «Steuergeld» schreie. (cpm/ap/)

Erstellt: 13.05.2009, 09:38 Uhr

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