Wirtschaft

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

In Asien laufen der UBS die Banker davon

Von Philipp Löpfe. Aktualisiert am 23.03.2011 51 Kommentare

In China und Singapur war die Schweizer Grossbank bislang die Nummer eins. Jetzt droht ein Exodus der hoch bezahlten Starbanker.

Hier ist die UBS nicht länger der Hecht im Karpfenteich: Bankenviertel in Singapur.

Hier ist die UBS nicht länger der Hecht im Karpfenteich: Bankenviertel in Singapur.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

[Alt-Text]

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Wenn UBS-Chef Oswald Grübel mit der Schweizer Politik Ärger hat, dann pflegt er damit zu drohen, sein Geschäft nach Singapur zu verlegen. Das ist kein Zufall: Im Stadtstaat sind nicht nur die Steuern tief, auch die Behörden sind äusserst zuvorkommend gegenüber Unternehmen. Zudem befindet sich dort auch der Markt der Zukunft. Nirgends vermehren sich die «Very High Net Worth Individuals» – sprich Superreiche – so rasch wie im schwül-heissen Klima von Südostasien.

Ausgerechnet dort jedoch droht der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) neuer Ärger. Sie ist im Begriff, ihre dominante Stellung als Investmentbank in Südostasien zu verlieren. «Wegen ein paar prominenter Abgänge im letzten Jahr erwarten die Experten, dass die herausragende Deal-Maschine UBS 2011 in Asien an Schwung verliert», meldet die «Financial Times».

Prophezeiung eines Insiders

Bisher hat die angelsächsische Konkurrenz die Schweizer Bastion in Südostasien heftig, aber erfolglos attackiert. Selbst Goldman Sachs, ( 96.7 -0.17%) JP Morgan und Morgan Stanley ist es nicht gelungen, die UBS vom Thron zu stossen. In den letzten acht Jahren waren die Schweizer im asiatischen Raum nicht zu schlagen.

Jetzt scheint sich das Blatt zu wenden. Matthew Koder, einer der wichtigsten Dealmaker der Region, hat sich zur Bank of America ( 7.15 0.14%) Merrill Lynch abgesetzt und wird dort neu für das Investmentbanking in dieser Region zuständig sein. Im letzten Sommer ist bereits Henry Cai, der wichtigste Mann in China, zur Deutschen Bank übergelaufen. Die Gründe sind typisch für Investmentbanker: «Wir sind bei der UBS unterbezahlt», sagt ein Insider und prophezeit: «Es werden noch mehr Menschen die UBS verlassen.»

Frustrierte haben gewechselt

Die Abgänge hinterlassen bereits Spuren. Die UBS war bei zwei wichtigen Deals nicht mit von der Partie: Beim Börsengang der Agricultural Bank of China und beim 9-Milliarden-Dollar-Deal mit der Bank of China. Frustriert wechselten daraufhin Steven Barg zu Goldman Sachs und Mark Williams zu Nomura. Zudem hatte die UBS auch noch Ärger mit den chinesischen Behörden. Die Schweizer Bank ist bislang die einzige ausländische Bank, die die Lizenz hat, Joint Ventures in China einzugehen.

Natürlich sind Oswald Grübel und Co. nicht untätig geblieben. Auch die UBS mischt im «Krieg um Talente» im asiatischen Raum kräftig mit und wirbt rundum Topleute an. Die Schweizer wollen zudem das Investmentbanking reduzieren und sich vermehrt auf das Privatbanking konzentrieren. Deshalb mag die UBS möglicherweise die Topposition verlieren, von der südostasiatischen Bildfläche verschwinden wird sie so schnell nicht. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.03.2011, 12:23 Uhr

51

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

51 Kommentare

Pierre Müller

23.03.2011, 13:22 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wie einfach es sich der TA doch macht, Artikel von der FT zu kopieren.
UBS ist seit 8 Jahren (vor, während und nach der Krise) gemessen an den Revenues die Nummer 1 im Raum Asien/Pazifik im Investment Banking. Somit wäre ein anderer Titel eher angebracht: 'UBS verliert Top-Banker, weil sie nicht gewillt ist, die Lohn-Spirale weiter anzukurbeln.'
Antworten


Jack Meier

23.03.2011, 13:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Globalisierung ist ein Konstrukt, das viele Menschen hierzu Lande überfordert. Wer noch das Gefühl hat, mit Schweizer Gesetzen global tätige Unternehmen "führen" zu wollen, der steckt noch im 19. Jahrhundert fest. Wir können froh sein, dass die helvetischen global players noch starke Konzernzentralen mit guten Arbeitsplätzen in der Schweiz haben - fragt sich nur noch wie lange. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.