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Höhere Preise bei der Post

Aktualisiert am 15.12.2011 23 Kommentare

Die Post unterscheidet künftig zwischen Schalter- und Internet-Kunden. Ältere Menschen würden dadurch diskriminiert, sagt die Stiftung für Konsumentenschutz.

Zuschlag: Bedienung am Postschalter.

Zuschlag: Bedienung am Postschalter.
Bild: Keystone

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Einzelne Dienstleistungen der Schweizerischen Post werden per 1. April 2012 teurer. Kunden müssen für eingeschriebene Sendungen neu 5 statt wie bisher 4 Franken bezahlen. Beim Postempfang wird künftig zwischen Internet- und Schalter-Kunden unterschieden.

Von den Massnahmen verspricht sich die Post jährlich Mehreinnahmen von 60 Millionen Franken und damit eine Kostendeckung, wie Post-Mediensprecher Oliver Flüeler zur Nachrichtenagentur sda sagte. Denn die Anpassungen würden in den Bereichen erfolgen, in denen die Post «heute rote Zahlen» schreibt.

Günstiger im Internet

Darunter fallen die Nachsendeaufträge. Wer die Post bei einem Wohnungswechsel für die Dauer eines Jahres nachgeschickt bekommen will, muss derzeit 15 Franken berappen. Neu wird diese Dienstleistung am Schalter für 42 Franken angeboten und damit gemäss Post «aufwandgerechter gestaltet».

Postkunden können den Preis allerdings tief halten, wenn sie den Nachsendeauftrag elektronisch abwickeln. Die Nachsendung kostet dann nur 30 Franken. Die Post unterscheidet demnach neu zwischen einem «Preis am Schalter» und einem «Preis im Internet».

Wer die Post bei einer Ferienabwesenheit während zwei Wochen zurückbehalten will, zahlt dafür künftig neu 8 Franken statt 10 Franken - allerdings nur, wenn er dies im Internet veranlasst. Am Schalter werden für diese Dienstleistung in Zukunft neu 20 Franken berechnet.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kritisiert in einer Mitteilung von heute, dass die Post «Zuschläge für die Bedienung am Schalter» erhebe. «Die SKS wehrt sich gegen eine solche Diskriminierung von Schalterkunden». Insbesondere ältere Menschen könne die Online-Abwicklung nicht zugemutet werden, schreibt die SKS weiter.

Nachnahmesendungen teurer

Ab 1. April führt die Post ausserdem eine neue Dienstleistung ein: Für den Aufpreis von 3.50 Franken können Privatkunden den Weg ihrer Sendung in Zukunft verfolgen, falls es sich dabei um einen A- Post-Brief handelt. Bisher war dies nur bei eingeschriebenen Briefen und bei Paketen möglich.

Nachnahmesendungen, die dem Empfänger nur gegen Bezahlung ausgehändigt werden, kosten ab kommendem April 23 Franken statt wie bisher 15 Franken. Ausserdem wird die Dienstleistung nur noch für eingeschriebene Sendungen angeboten.

Einzelne Preisanpassungen müssen gemäss Post noch vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) abgesegnet werden. Laut Sprecher Oliver Flüeler handelt es sich dabei um die Zusatzleistungen für Briefsendungen von weniger als 50 Gramm. Diese fallen in den Monopolbereich.

Nicht betroffen von den Preisanpassungen sind A- und B-Post- Sendungen sowie Inlandpakete.

(kle/sda)

Erstellt: 15.12.2011, 23:37 Uhr

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23 Kommentare

Ursi Brock

16.12.2011, 06:54 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Die Welt wird immer blöder und kleinlicher. Das Neoliberale in uns breitet sich unaufhaltsam aus. Outsourcing ist Super, so verantlasst man die Kunden sich am COmputer mit Arbeit zu beschäftigen die eigentlich die Unternehmen und deren Angestellte erledigen sollten. Auf das Profite stets maximiert werden können. Fragt sich am Ende blos wem das noch was bringen soll? Mehr und mehr und mehr... Antworten


Armin Arnold

16.12.2011, 10:59 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Post Kunden ohne Internet werden in Zukunft stärker zur Kasse gebeten! Es betrifft vor allem Aeltere Mitmenschen. Wer kann es äteren Menschen verargern, dass sie den Anschluss zum Bildschirm nicht mehr wollen oder nicht mehr schaffen? Solche Regelungen finde ich höchst ungerecht und azozial. Antworten



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