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Der Retter von Deisswil

Von Vera Hächler. Aktualisiert am 05.06.2010 2 Kommentare

Der Mann, der die fast märchenhafte Rettung der bereits abgeschriebenen Karton Deisswil anpackt, lebt schon seit seiner Kindheit nach dem Credo: «Nie aufgeben». Der CS-Banker musste seit Kindsbeinen Hand anlegen.

1/6 Hals-Ulrich Müller: Der Mehrheitsaktionär.
Bild: Keystone

   

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Hans-Ulrich Müllers stetiger Aufstieg auf der Karriereleiter ist kein Zufall, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» schrieb. Es sei das Resultat harter und zielstrebiger Arbeit. Der aus Belp stammende Müller kennt die Welt der KMUs seit seiner Kindheit. Er wurde in eine Hotelierfamilie geboren: Seine Eltern führten während 30 Jahren das Flughafenhotel Bern Belp. Bereits als Kind musste Müller trotz 50 Mitarbeitern im elterlichen Betrieb Hand anlegen. «Wir haben nach der Schule immer mitgeholfen», erzählt der heute 60-Jährige in der «Bilanz». Ob in der Küche oder im Service, einspringen musste er überall.

Die wichtige Rolle der starken Frau

Seine Inspiration sei seine Mutter gewesen: Eine starke Frau, die Beruf und die Erziehung von fünf Kindern unter einen Hut brachte. Trotz eines kranken Ehemannes gab sie nicht auf, wie Müller sagt: «Das couragierte Handeln meiner Mutter war eines der Schlüsselerlebnisse in meinem Leben. Die Erkenntnis, dass es immer weitergeht, wenn man nur will, hat mein weiteres Leben geprägt. Nie aufzugeben und dabei auf niemanden angewiesen zu sein, wurde zu unserem Familiencredo.»

Dieses Motto wendet der CS-Leiter Region Bern Mittelland erneut an, indem er als Privatperson auf dem Areal der Kartonfabrik ein neues Unternehmen auf die Beine stellt. Auch ist es nicht das erste Mal, dass sich Müller, der in Muri b. Bern wohnt, für ein Unternehmen und dessen Rettung einsetzt. In den vergangenen 20 Jahren hat er sich als Unternehmer und Investor engagiert. Bereits vor 17 Jahren übernahm er die konkursite Fritz Leibundgut in Sumiswald (BE), die heute trotz Krise am Markt erfolgreich ist. Vor 13 Jahren rettete er zusammen mit der von ihm gegründeten Bern Venture Group und anderen Investoren die Mopac in Wasen (BE) vor dem Konkurs, schreibt der Gemeindepräsident von Stettlen (BE), Lorenz Hess, in einer Mitteilung und nennt damit einige Meilensteine in Müllers Karriere.

Sein Herz schlägt für KMUs

Hans-Ulrich Müller ist seit 28 Jahren bei der Credit Suisse tätig, davon arbeitete er elf Jahre bei der Schweizerischen Volksbank. 2001 gründete er den heutigen Swiss Venture Club. Diese breit abgestützte Plattform für die KMUs in der Schweiz, präsidiert er seither. Müllers Idee war ursprünglich, Jungunternehmer mit Venture Capital auf die Sprünge zu helfen: «Es ging darum, jungen Entrepreneuren und Hochschulabsolventen die Gelegenheit zu geben, hier etwas aufzuziehen, statt in den USA für Microsoft anzuheuern.»

Die Credit Suisse unterstützte den engagierten Banker dabei, das KMU-Geschäft auszubauen, zuerst in der Region Bern, dann während vier Jahren in der ganzen Schweiz. Am 1. Januar 2002 kam dann laut dem Wirtschaftsmagazin, der entscheidende Schritt: Müller wurde zum Leiter Firmenkunden Schweiz KMU befördert. Er war dort angekommen, wohin ihn seine Berufung geführt hatte: bei den KMU. 2007 kehrte er nach Bern zurück und wurde zum Leiter Region Bern Mittelland ernannt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.06.2010, 14:16 Uhr

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2 Kommentare

christoph scheidegger

04.06.2010, 17:37 Uhr
Melden

wenn dieser müller auf recycling setzt, so wird er in deisswil eine goldenen zukunft haben, das ist gewiss und ich wünsche ihm und seinen leuten dabei viel glück und erfolg...! Antworten


daniel hofer

04.06.2010, 16:45 Uhr
Melden

...solche Spiesserbiografien interessieren niemanden. Aber wenn aus der ehemaligen Kartonfabrik wieder was wird...herzliche Gratulation und vielen Dank! Antworten



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