Wirtschaft

Kantone und Wirtschaft drohen Pannen-Firma Cisalpino mit dem Aus

Das Gotthard-Komitee droht der Cisalpino AG die Betriebsbewilligung zu entziehen, sollte die Pannenserie nicht bald zu Ende sein.

Pannenserie reisst nicht ab: Cisalpino-Zug.

Pannenserie reisst nicht ab: Cisalpino-Zug. (Bild: Keystone)

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Die permanenten Verspätungen und Pannen des Cisalpino auf der Gotthard-Achse bedeuteten eine nicht länger zumutbare Belastung für die Passagiere, teilte das Komitee, dem 13 Kantone und zahlreiche Wirtschaftsverbände angehören, am Mittwoch mit. Falls die Cisalpino AG nicht in der Lage sei, die Situation rasch in den Griff zu bekommen, müsse ihr die Betriebsbewilligung entzogen werden.

Seit Jahresbeginn sei rund ein Viertel der ETR-470-Züge der Cisalpino mehr als 15 Minuten zu spät am Ziel eingetroffen oder ganz ausgefallen. Gleichzeitig liessen die längst versprochenen neuen ETR 610-Züge auf sich warten. Für die betroffenen Passagiere bedeute dies Verspätungen, Umsteigen und verpasste Anschlüsse.

Image-Verlust

Der übrige Personenbahnverkehr bekomme die Cisalpino-Pannen in Form eines Imageverlusts auf der Gotthard-Achse zu spüren. Daraus könne der Volkswirtschaft ein Schaden erwachsen.

Das Gotthard-Komitee ist eine Interessensgemeinschaft von 13 Kantonen und Wirtschaftsverbänden im Einzugsgebiet der Gotthard- Achse. Mitglieder sind unter anderem die Kantone Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Tessin und Schaffhausen. Auch mehrere Städte und Verkehrsvereine gehören dem Komitee an. (mbr/sda/)

Erstellt: 11.03.2009, 14:23 Uhr

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23 Kommentare

Stefan Kölz

12.03.2009, 17:59 Uhr
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Eine gute Zwischenlösung wäre der Einsatz von FLIRT-Nahverkehrszügen auf der Strecke Zürich-Mailand. Bei deren Tessiner "TILO"-Variante handelt es sich um komfortable, zuverlässige Zweistrom-Züge mit hoher Beschleunigungsfähigkeit, mit denen der Fahrplan trotz fehlender Neigetechnik weitgehend eingehalten werden könnte. Antworten


Juerg Geiser

12.03.2009, 14:34 Uhr
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Warum soll eigentlich Cisalpino daran Schuld sein, wenn ALSTOM die vor 5 Jahren bestellten 14 neuen Züge nunmehr schon 2 Jahre zu spät liefert? Woher könnte Cisalpino als Überbrückung Mehrstrom-fähige Hochgeschwindigkeitszüge mieten? Ich bin völlig überrascht, dass sich ALTOM diskret der Kritik entziehen kann, wenn doch die massive Lieferverzögerung die Hauptursache der Problem zu sein scheint. Antworten


Hans gschwind

11.03.2009, 21:24 Uhr
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Nehmt Blocher in die Geschäftsleitung von Cisalpino und alle Probleme werden gelöst! Antworten


toni koller

11.03.2009, 20:06 Uhr
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was soll das ganze gestürm. das bundesamt für verkehr hätte ja per ende februar einen schriftlichen bericht erhalten müssen. interessanter wäre nun zu wissen, was darin steht und nicht alten wein wieder aufzuwärmen. für schweizer reisende offeriert die sbb heute mit Ihren ICN Verbindungen nach Lugano sehr gute und zuverlässige Alternativen. Wan wird das Resultates des Berichtes kommuniziert? Antworten


Kurt Gschwind

11.03.2009, 18:57 Uhr
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Das möchte ich erst mal sehen! Aber allein schon die Gummi-Bedingung '..rasch in den Griff zu bekommen...' zeigt, dass das alles nur heisse Luft ist. Zu viele Partikulärinteressen werden zu verhindern wissen, dass die Betriebsbewilligung entzogen wird. Antworten


ralph kocher

11.03.2009, 18:47 Uhr
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Jede Fahrt mit dem Cisalpina erinnert mich - allenfalls 'nen Pannonia-Express, welcher ab Berlin den Soz-Block bediente. Irgendwann kam ein Ziel doch näher; unterdessen sich die Kontakte vervielfachten. Der Speisewagen hielt die Leut' auf Laune. Das Beste war immer noch der Wein, welch' Zeit vergessen liess. Nur fehlte Bar/Piano/Lounge. Der Zug blieb Wohnersatz - auf jeglich Abenteuer war Verlass! Antworten


andi matata

11.03.2009, 18:32 Uhr
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Seit es den Cisalpino gibt, nur Probleme, ich weiss nicht wie lange, aber geschätzte 10 Jahre! Unsere Obrigkeit ist sicher nicht blöd, aber Korrupt - die Lobbyisten bei der SBB, sitzen im Parlament und einer sitzt sicher im Gremium der Cisalpino. Die Privatisierung, heisst nicht Verbesserung, sondern gefüllte Taschen, für die Einen. Antworten


fredy Brülhart

11.03.2009, 17:46 Uhr
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Die Deutsche Bahn hat vor über 3 Jahren eine weitere Zusammenarbeit abgelehnt. Der Cisalpino führ damals die Strecke Stuttgart - Mailand. Es gab regelmässig Verspätungen zwischen 15 - 30 Minuten, teilweise noch mehr oder Zugausfall. Was die Inneneinrichtung und Hygiene anbelangt, war es eine Katastrophe. Wann trennt sich endlich die SBB von diesem Zug? wieviele Pannen müssen noch passieren? Antworten


urs berger

11.03.2009, 14:50 Uhr
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erteilt das Gotthardkommitee auch für die Lötschberglinie die Betriebsbewilligung? Allenfalls auch für Radio Energy? Und ich werde - damit ich nicht zensuriert werden - nicht schreiben, dass mbr ein bisschen Allgemeinbildung helfen würden (zumindest im täglichen Leben - vielleicht nicht bei der Tagigruppe). Antworten


jami sarbach

11.03.2009, 14:08 Uhr
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und ... schon dreimal hat man mir in milano, keine fahrkarte verkauft ! computer meldet: cisalpino ist ausgebucht, so 'niente biglietto', dabei waren die wagen kaum zu 50% besetzt - bin also ohne gereist - sehr oft wird erst nach lugano kontrolliert und habe GA. Antworten


Thomas Hollenstein

11.03.2009, 14:06 Uhr
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Da das Gotthard-Komitee keine Betriebsbewilligungen erteilt, kann es diese auch nicht entziehen. Das ist Sache des BAV. @ Mark F. Langenauer Zwischen Zürich und Stuffgart fahren keine ICE 3 sondern ICE-T. Und diese machten in den letzten Monaten enorme Probleme. Eine Zeit lang verkehrten sie gar nicht und es mussten Ersatzkompositionen eingesetzt werden. Antworten


Hedvika Post

11.03.2009, 13:32 Uhr
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Die CISalpino-Züge sind schön und bequem, ich freue mich immer, wenn ein solcher eingesetzt wird, besser als die alten schmuddligen SBB-Züge. Antworten


Sebastian Deubelbeiss

11.03.2009, 13:29 Uhr
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Hoffentlich begreifen nun die Leute endlich, wohin die Privatisierung des Öffentlichen Verkehrs führt. Wobei diese Hoffnung vermutlich vergeblich sein dürfte. Antworten


Ivan Jäggi

11.03.2009, 13:19 Uhr
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Wer Cisalpino schreibt, meint eigentlich SBB. Schliesslich ist sie als eine der Mutterfirmen von Cisalpino mitverantwortlich für die derzeitige Misere: Die chronische Unzuverlässigkeit der ETR 470 konnte in all den Jahren nie wirklich verbessert werden und der ambitionierte Fahrplan am Gotthard wurde trotz ausbleibender ETR 610 umgesetzt. Steht die SBB wirklich noch zu ihrer Tochterfirma? Antworten


Thomas Schmid

11.03.2009, 13:18 Uhr
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Ja und wie lange möchte das Gotthard-Komitee denn gerne noch warnen und warten und hoffen? Es ist ja nicht so, dass der ärgerliche Zustand erst seit kurzem besteht... Also: Verbindliche knappe Frist setzen und wenn's nicht klappt: Schlussstrich ziehen. Antworten


Hans Zumstein

11.03.2009, 13:10 Uhr
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Das sind wiederum bloss leere Drohungen! Wenn es dem Komitee wirklich ernst wäre, dann hätte dieser unhaltbare Zustand längst beendet werden müssen bzw. müssten ultimative Terminvorgaben definiert werden. Mit "sollte . . . bald zu Ende sein" bewegt sich niemand. Die Probleme werden ja schon Jahrelang vor sich her geschoben ohne dass sich am desolaten Zustand etwas geändert hat. Antworten


Robert Herz

11.03.2009, 13:04 Uhr
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Es wär doch schön, wenn ein Journalist mal auf die Idee käme zu fragen, was denn konkret passieren würde, falls die Betriebsbewilligung entzogen würde. Würde die SBB diese Kurse wieder bedienen? Mit was für Zugsmaterial? Antworten


Thomas Stähli

11.03.2009, 13:02 Uhr
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Seit die Cisalpino-Kompositionen nicht mehr über Schweizer Schienen fahren, hat sich die Situation deutlich gebessert. Genügend Stauraum für Gepäck und Skis, ausreichend Bewegungsfreiheit, besserer Ausblick und vor allem pünktlich! Darf so bleiben. Antworten


Kurt Frei

11.03.2009, 12:51 Uhr
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Wir sind am Sonntag vor einer Woche mit dem CISALPINO (Normale Bahnwagen) von Domodossola nach Brig gefahren (Dauer 30 Minuten). Diese alten stinkigen, dreckigen und lärmigen Wagen sind schon für diese kurze Fahrt eine Zumutung. Werden künftig die Firma CISALPINO meiden! Antworten


Mark F Langenauer

11.03.2009, 12:48 Uhr
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Es git eine ganz einfache Lösung !, den ICE Serie III der DB, fährt jeden Tag von Zürich nach Stuttgart (komfortabel und zuverlässig). "buy cheap, buy twice", Antworten


Reto Walther

11.03.2009, 12:26 Uhr
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Seht doch mal die positiven Seiten: 1 1/2 Std Zeit, die Architektur von Milano centrale zu geniessen oder 50 Min. Austausch mit 150 anderen Passagieren aus allen Ländern auf dem Perron in Lugano, weil die Anschlusszüge wegen Verspätung schon weg sind. Oder eindrückliches Erlebnisreisen à la 3. Welt, mit Gedränge, Koffern auf den Knien und Kloakengeruch. Gut, es müsste nicht auf jeder Fahrt so sein Antworten


Reto Erni

11.03.2009, 12:18 Uhr
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Wahrscheinlich darf man sich von dieser Drohung nicht allzu sehr erhoffen - so traurig dies auch sein mag. Was passiert denn mit der Drohung, welche das BAV ausgesprochen hatte? @ Franz Meier: Glaube nicht, dass in Kaiseraugst auch Plastikschrott angenommen wird :D Antworten


Franz Meier

11.03.2009, 11:29 Uhr
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Endlich tut sich etwas; für jeden Zugsreisenden ist dieser Zug eine Zumutung. Man könnte als Pendler Bücher über die Pannen, Verspätungen und Inkompetenz der Cisalpino AG schreiben. Mein Tipp an die Cisalpino AG: Kaiseraugst einfach und die ETR 470 zerlegen. Antworten




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